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Skihelm

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Beim Kauf eines Skihelms sollte unbedingt auf eine Notöffnung des Kinnriemens geachtet werden, rät die Stiftung Warentest.
Beim Kauf eines Skihelms sollte unbedingt auf eine Notöffnung des Kinnriemens geachtet werden, rät die Stiftung Warentest.
Ein Skihelm kann Leben retten. Das wurde spätestens nach dem schweren Ski-Unfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus vielen Menschen klar. Skihelme sind sind danach gefragt wie vermutlich noch nie. Immer mehr Wintersportler greifen zu einem solchen Kopfschutz. Doch worauf sollte man beim Kauf eines Skihelms achten?


Inhaltsverzeichnis

Warum ein Helm?

Die Geschwindigkeiten, mit denen Wintersportler heute die Pisten runterbrettern, unterscheiden sich nicht von denen eines Mopedfahrers. Technik und Material haben sich völlig verändert, sagt Dr. Sonnhild Schiöberg-Schiegnitz aus Würzburg. Die Ärztin, selbst passionierte Wintersportlerin, rät schon seit Jahren zum Tragen eines Helms. Das Argument, dass man auch früher keinen Helm für Sportaktivitäten gebraucht habe, lässt sie nicht gelten. „Früher hatten wir auch meterhohen Schnee und lahme Holzschlitten. Heute haben wie vereiste, hauchdünne Schneedecken, Kunstschnee und Skimaterial, das hohe Geschwindigkeiten zulässt.“

Die Helmsysteme

Unterschieden wird zwischen Halbschalen- und Vollschalenhelmen, erklärt die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) in Planegg bei München. Für Erwachsene werden vor allem Erstere angeboten. Sie haben weiche, gefütterte Ohrenpads, die bei warmen Temperaturen abgenommen werden können. Doch auch mit ihnen lässt sich gut hören. Für Kinder und Rennsportler empfiehlt die SIS dagegen Vollschalenhelme, da sie noch mehr Schutz bieten.

Die richtige Größe

Ein Skihelm muss zum Kopf passen. Deshalb ist es unverzichtbar, dass er im Laden anprobiert wird. Der TÜV Rheinland in Köln rät, beim Anprobieren das Kinnband nicht zu schließen und den Kopf zu schütteln. Der Helm dürfe dann nicht wackeln oder verrutschen. So bleibe er auch bei einem Sturz, wo er hingehört. Zur Feineinstellung verfügen einige Helme über ein verstellbares Kopfband. Mit so einem Kopfband lasse sich aber nicht ein zu großer Helm an einen kleinen Kopf anpassen, warnt die Stiftung Warentest in Berlin.

Helm muss zur Brille passen

Außerdem müssen Helm und Skibrille zusammenpassen. Deshalb wird die Brille zum Kauf am besten mitgenommen. Die Brille sollte im Gesicht bündig mit dem Helm abschließen, rät die SIS. Das Blickfeld dürfe weder durch den Helm noch durch die Brille eingeschränkt sein.

Die Sicherungsvorkehrungen

Beim Kauf sollte unbedingt auf eine Notöffnung des Kinnriemens geachtet werden, rät die Stiftung Warentest. Der Verschluss muss den Helm fest am Kopf halten, damit er sich bei einem Sturz nicht löst. Andererseits muss er sich aber öffnen, wenn man an ihm hängen bleibt. Das Gurtsystem sollte sich daher bei Belastungen von mehr als 100 Kilogramm lösen, empfehlen die Warentester. Ein guter Kinnriemen ist laut SIS zudem gepolstert und in mehreren Stufen anpassbar.

Nach schwerem Sturz austauschen

Nach einem schweren Sturz kaufen Wintersportler besser einen neuen Helm, auch wenn der Helm äußerlich nicht sichtbar beschädigt ist. Durch die Energieaufnahme verformt sich das Material, es können sich außerdem winzige (unsichtbare) Risse bilden. Dann schützt der Helm nicht mehr optimal, erklärt die SIS.

Nach drei bis fünf Jahren sollte dann jeder Helm ausgetauscht werden, rät die Stiftung Warentest, denn durch die UV-Strahlung im Gebirge verliere die Schale mit der Zeit ihren Schutz.

Weiterer Schutz: Schulterblick und Vorsicht

Die Gefahr, auf einer Piste mit jemandem zusammenzustoßen, ist immens groß. Der Grund: Viele Wintersportler glauben, dass der, der einem hinten rein fährt, Schuld hat – und drehen sich deshalb nie um. Dabei könnte ein regelmäßiger Schulterblick viele Unfälle verhindern. Besonders fahrlässig handeln zudem Fahrer, die sich mitten auf die Piste setzen, oft noch hinter eine Kuppe.

Siehe auch

Quelle

Main-Post

Skihelm Informationen