Zwischenzeugnis
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Im Januar oder Februar - je nach Bundesland - ist es so weit: In den Schulen gibt es das Zwischenzeugnis. Und das kann Motivation oder Warnschuss sein. Sieht die Bilanz für das erste Schulhalbjahr düster aus, heißt es dranbleiben. Denn sonst ist die Versetzung im Sommer schnell dahin. Die Frage ist nur, wie man das Dranbleiben am besten anstellt.
Ganz wichtig ist vor allem : Eltern sollten bei schlechten Noten ihrer Sprösslinge einen kühlen Kopf bewahren und das Zeugnis lediglich als das betrachten, was es ist, die Mitteilung über einen Zwischenstand. Dann nämlich können sie, gemeinsam mit dem Kind, in aller Ruhe Möglichkeiten für bessere schulische Leistungen ausloten.
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Zwingt zum Nachdenken
Das Zwischenzeugnis zeigt die Leistung schwarz auf weiß. Das zwingt förmlich dazu, über die Noten nachzudenken. Man sollte sich fragen, warum es zu den schlechten Noten gekommen ist. Im Mittelpunkt der Überlegungen sollte das Fach mit der kritischsten Note stehen. Wie geht es da am besten weiter? Doch man muss aufpassen, dass die anderen Fächer nicht vernachlässigt werden.
Mit dem Lehrer sprechen
Ziel ist es, sich in einem oder auch mehreren Fächern möglichst schnell zu verbessern. Experten raten, mit den Fachlehrern zu sprechen: Die kennen die Defizite am besten und haben Tipps, wie man an die Sache herangehen kann. Eine gemeinsam erarbeitete Strategie oder ein festes Lernprogramm sollte die Grundlage für den Start ins nächste Halbjahr sein.
Nachhilfe ersetzt das Lernen nicht
Das schlechteste Fach sollte täglich auf dem Programm stehen, rät Monika Steinbach vom Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen. Weitere kritische Fächer kommen jeden zweiten Tag dran. Das heißt jedoch nicht, dass jeden Tag ein Nachhilfelehrer kommt. "Nachhilfe ersetzt kein eigenständiges Lernen, sondern schafft die Voraussetzungen." Neben ein bis zwei Nachhilfestunden pro Woche kommt keiner drumherum, den Stoff allein zu büffeln.
Lernhilfen müssen passen
Wer überzeugt ist, sich allein verbessern zu können, findet eine große Auswahl an Lernhilfen. "Für Leute, die ihr schlechtes Zeugnis aufgrund von längerer Fehlzeit haben, sind solche Trainingsbücher und CD-ROMs eine gute Möglichkeit", sagt Marion Steinbach. Allerdings kommt nicht jeder mit den Lernhilfen klar. Man muss sich zutrauen, sich regelmäßig mit den Büchern zu beschäftigen, sagt Steinbach. Außerdem sollte man den Fachlehrer fragen, ob er eine Lernhilfe empfehlen kann und ob sie zum Lernplan passt. "Sonst ist das rausgeschmissenes Geld."
Mitarbeiten hilft
Auch in der Schule lässt sich Einiges für die Note tun - etwa über die mündliche Note. Wer im Unterricht aktiv mitarbeitet, macht bei den Lehrern einen besseren Eindruck. Und selbst wenn nicht jede Antwort richtig ist - allein die Bereitschaft und der gute Vorsatz, sich zu verbessern, werden registriert. Und das steigert die Chance, tatsächlich die Versetzung zu schaffen.
Wo es Hilfe gibt
- Ansprechpartner sind jeweils Klassenlehrer, Schulleiter oder Beratungslehrer
- oder die Staatliche Schulberatungsstelle Unterfranken, Tel. (0931) 79 45-4 10
Siehe auch
- Übertrittszeugnis
- Lernen lernen
- Resilienz
- Kinder fördern
- Nachhilfe
- Gymnasium
- Gelenkklasse
- Schulberatung


