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Zecken

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Zecken
Zecken
Zecken, auch Holzbock genannt, gehören zu den Spinnentieren. Sie halten sich meist im Unterholz, an Gebüschen oder Gräsern auf und lassen sie sich hier von ihren "Opfern" abstreifen. Zecken brauchen nämlich Säugetierblut als Nahrung, um sich entwickeln zu können: von der Larve zur Nymphe zur ausgewachsenen Milbe.


Inhaltsverzeichnis

FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis

Gefürchtet sind Zecken, weil sie Krankheiten übertragen können, beispielweise Borreliose oder die gefährliche Viruserkrankung FSME Zur Panik bei einem Biss gibt es dennoch keinen Grund. Selbst wenn Zecken das FSME-Virus tragen, geben sie es nur zu gut 30 Prozent mit negativen Folgen an ihren Wirt weiter. Die Symptome reichen dann von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu Krampfanfällen und Lähmungen. Sie können aber auch deutlich schwerer sein und im Extremfall über Monate anhalten.

Gegen die FSME hilft keine Pille. Betroffene müssen zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Vorbeugend hilft gegen FSME die Impfung. Sie wird von der STIKO (Ständigen Impfkomission) empfohlen und von der Kasse bezahlt. Geimpft wird dreimal im Abstand von insgesamt etwa einem Jahr. Danach ist man fünf Jahre geschützt. Impfen kann man frühestens ab dem dritten Lebensjahr. Kinder erhalten eine andere Dosierung als Erwachsene, der Schutz ist jedoch der gleiche.

Borreliose

Seltener als FSME tritt eine Borreliose als Folge eines Zeckenbisses auf. Etwa 20.000 bis 30.000 Menschen erkranken in Deutschland daran jährlich, schätzt das Gesundheitsamt Würzburg.

Kommt es zu Beschwerden, können diese auch erst Wochen später auftreten. Sie beginnen in der Regel mit einer kreisrunden Rötung um die Bissstelle, dazu kommen bei Kindern oft rote Ohrläppchen. Aber auch Kopfschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Gelenkschmerzen sind möglich. Wird die Borreliose erkannt (Bluttest) ist sie mit Antibiotika meist gut zu behandeln. In seltenen Fällen muss die Kur (mehrmals) wiederholt werden, nur äußerst selten bleiben auch danach Beschwerden zurück.

Wer nach einem Zeckenbiss eine Borreliose befürchtet, kann sich auch sofort - vorbeugend also - Antibiotika verschreiben lassen. Eine allerdings etwas umstrittene Gesundheitsprophylaxe, schließlich sollte man hochwirksame Medikamente nicht auf bloßen Verdacht hin einnehmen.

Zeckenbissen vorbeugen

Vorbeugen lässt sich einer Borreliose, wenn man nach Ausflügen im Freien den Korper gründlich nach den achtbeinigen Krabbeltieren absucht. Denn selbst, wenn das Biest schon zugebissen hat, dauert es fast einen Tag, bis die Borrelien ins Blut des Opfers gelangen. Wer eine Zecke herausgezogen hat und auf Nummer sicher gehen will, kann das Tier untersuchen lassen. Der Hausarzt weiß im Zweifelsfall, wo das möglich ist. Die 25 bis 60 Euro für die Laboruntersuchung muss man allerdings selbst zahlen.

Kleinkinder und Babies schützt man am besten, indem man sie nach dem Aufenthalt im Grünen sorgfältig auf Zecken untersucht. Bevorzugt halten sich Zecken im Nacken- oder Lendenbereich und unter den Achseln auf. Sie sind in der Regel mit dem bloßen Auge gut erkenntlich. Entfernen sie Zecken regelgerecht (ohne Drehen!) mit einer Pinzette, können besorgte Eltern davon ausgehen, dass in dem kurzen Zeitraum eine Übertragung der Erreger noch nicht erfolgt ist.

Hilfreich gegen Zeckenbisse ist auch, in Wald und Feld nur mit geschlossenen Schuhen, langen Hosen, langärmeligen Shirts und Kopfbedeckung unterwegs zu sein. Die meisten Anti-Zecken-Mittel hingegen sind ihr Geld nicht wert, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben hat.

Auch im Winter aktiv

Zecken sind auch im Winter aktiv - und besonders zur Weihnachtszeit kann das für den Menschen gefährlich werden. Denn dann kommen nicht nur Nadelbäume, sondern vermehrt auch Brennholz in die Wohnung. Zecken bevorzugten zwar keine Nadelbäume,gelangten aber über bodennahes Buschwerk in die unteren Zweige des möglichen Christbaums, teilt der Borreliose und FSME Bund Deutschland(BFBD) in Reinheim (Hessen) mit. Besonders gefährdet seien auf dem Boden spielende Kinder.

Häufig passiere es auch, dass derjenige, der den Baum oder Brennholz aus dem Wald holt oder einen Waldspaziergang macht, die Zecken an seiner Kleidung in die Wohnung trägt. Der Stich der Zecke werde oft nicht bemerkt, warnt der BFBD. Die Zecken wanderten meist mehrere Stunden über den Körper und suchten sich eine feuchte, gut durchblutete Hautfalte. Zecken übertragen eine Reihe von Infektionskrankheiten, die häufigste ist Borreliose. Ihre Diagnose sei schwierig, da die Symptome zu Fehldiagnosen wie Grippe, Rheuma oder Muskelkater führten. Und viele Patienten und Ärzte rechneten im Winter nicht mehr mit einem Zeckenbiss.

Siehe auch

Weblinks

Zecken-Informationen der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn