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Wie bringt man Kinder zum Energiesparen?

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Windräder eignen sich prima, um Kindern das Thema Engergiesparen näher zu bringen.
Windräder eignen sich prima, um Kindern das Thema Engergiesparen näher zu bringen.
Energie zu sparen macht nur Sinn, wenn alle in der Familie mitziehen - "Wie bringt man Kinder zum Energiesparen?"

Beim Thema Energiesparen können auch Kinder schon mitreden: Stefan Reith, Energieberater in der Verbraucherzentrale Würzburg, achtet darauf, dass bei seinem Nachwuchs von vornherein das Bewusstsein dafür reift, wie kostbar und einmalig die Natur ist – allerdings nicht, ohne manchmal auch ein Auge zuzudrücken, denn erst dann macht das Energiesparen den Kindern richtig Spaß.

Inhaltsverzeichnis

Vorleben statt reden

"Das Wichtigste ist, seinen Kindern vorzuleben, was man ihnen erzählt", sagt Reith. "Es nützt nichts, es ihnen einzutrichtern." Umweltbewusstes Verhalten prägt sich vor allem dann ein, wenn Erwachsene ein gutes Vorbild abgeben. "Im Laufe der Zeit lernen Kinder ganz automatisch am Beispiel der Eltern, nach dem Motto: Aha, der Papa macht es so, dann mache ich es auch so."

Geduld ist gefragt

Wenn es darum geht, kleine Aufgaben im Haus zu erledigen, können sogar die Kleinsten mithelfen, Energie zu sparen. Reith empfiehlt Eltern, geduldig zu sein und nicht immer alles erzwingen zu wollen. Trotzdem sollte man versuchen, seinen Kindern einiges gezielt beizubringen. "Dazu gehört das Wissen, dass nicht alles einfach wieder nachwächst und man es nicht im Discounter nachkaufen kann", erklärt der vierfache Vater.

Indem Eltern ihre Kinder auf Windräder hinweisen, die auf den Feldern stehen, oder auf Solaranlagen, die auf Dächern angebracht sind, können sie leicht deren Begeisterung für regenerative Energien wecken. Auch in Kindergärten und Schulen lernen Kinder und Jugendliche Fähigkeiten im Umgang mit der Umwelt. "Es gibt viele engagierte Lehrkräfte, die darauf Wert legen", sagt der Energieberater. "Wenn das Gegenteil der Fall ist, dürfen Eltern aber ruhig auch mal ein Machtwort sprechen."

Zwar sei es richtig, seine Kinder zu ermahnen, wenn sie ständig die Heizung voll aufdrehen, Türen und Fenster offen stehen und Lichter eingeschaltet lassen, aber zu weit sollte man nicht gehen: "Wenn sie beim Baden planschen und Wasser verschwenden,muss man sie zwar öfter mal daran erinnern, aber ihnen auch nicht immer den Spaß verderben."

Sonst, so warnt Reith, erreiche man genau das Gegenteil, nämlich Unverständnis und Wut. Bei guter Energiespar-Erziehung gilt es also, auch mal ein Auge zuzudrücken, "damit man selbst glaubwürdig bleibt und die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen können", sagt Stefan Reith. Zum Beispiel mit wenig umweltfreundlichen Hobbies. Als sein elfjähriger Sohn seine Leidenschaft für italienische Sportwagen entdeckte, erklärte der Energieberater ihm die Nachteile und versuchte, mit guten Argumenten zu punkten. Mit Erfolg: "Jetzt hat mein Ältester die Hoffnung, dass die irgendwann mal mit Pflanzenöl fahren."

Siehe auch

Quelle

Main-Post