Wenn Kinder verloren gehen
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Wenn Kinder verloren gehen und die Eltern plötzlich weg sind, hilft am besten: Stehen bleiben und warten.
Beim Einkaufsbummel in der belebten Innenstadt ist das Kind plötzlich verschwunden. Das ist ein Alptraum vieler Eltern, und manche trauen sich deshalb erst gar nicht, ihre Kinder mit ins Getümmel zu nehmen. Dabei lässt sich durch ein paar einfache Vereinbarungen das Risiko erheblich reduzieren, sagt Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).
So müssten kleine Kinder im Gedränge immer an der Hand gehen. Wenn ältere zeigen, dass man sich auf sie verlassen kann, dürften sie alleine herumlaufen. Die nächste Stufe ist, dass das Kind sich für kurze Zeit entfernen darf und selbst dafür sorgen muss, die Eltern nicht aus den Augen zu verlieren.
Passiert das doch, sind klare Verabredungen nötig. Vor allem muss vermieden werden, dass sowohl Eltern als auch Kinder wild umherlaufen und sich gegenseitig suchen. Gerth rät Eltern deshalb, ihren Kindern einzuschärfen, dass sie an die Stelle zurückgehen, wo sie das letzte Mal mit den Eltern zusammen waren.
Falls das nicht geht, sollten sie einfach dort stehen bleiben, wo sie sind und auf die Eltern warten - und keinesfalls mit jemandem mitgehen, auch wenn der sagt, er sei von Mama oder Papa beauftragt.


