Weihnachten mit den Großeltern
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Weihnachten mit den Großeltern? - Die Frage "Wer nimmt Oma?" beschäftigt im Dezember viele Familien. Oma verbringt Weihnachten bei der Tochter und ihrer Familie. Nur weil das immer so war, heißt das nicht, dass es auch so bleiben muss. Auch die Tochter hat das Recht, das das Fest nur mit Mann und Kindern feiern, wenn sie das möchte. Will sie das und damit die Tradition ändern, rät Matthias Kaller, Leiter der Familienberatungsstelle in Stadt und Landkreis Anbsach, spricht sie das bei den Geschwistern besser frühzeitig an.Erst ein paar Tage vor Weihnachten mit der Planung zu beginnen, hält der Fachmann für sehr ungeschickt. Denn es sei wichtig, dass mit den Geschwistern eine mögliche Regelung gefunden wurde, bevor Oma oder Opa davon erfahren, dass sie am altgewohnten Ort heuer unerwünscht sind.
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Niemanden überfahren
"Es wäre ein Affront für die Oma wenn es heißt: 'Du feierst dieses Jahr bei Rudi' und Rudi dann sagt: 'Ich weiß nichts davon, mir passt das eigentlich nicht'", warnte Kaller. So werde die Oma zur Rangiermasse. Um das zu vermeiden, sollten sich die Geschwister vorher verständigen. "Ich würde vorsichtig anfragen, ob jemand anderes Oma Weihnachten zu sich holt", riet der Diplom-Psychologe. Forderungen wie "Jetzt seid ihr mal dran! Ihr könnt euch auch mal kümmern!" hält er für wenig zielführend.
Nicht nur wo die Großeltern feiern können, sondern auch wie man den Ablauf des Festes plant, wird besser frühzeitig besprochen. Gerade betagtere Großeltern können möglicherweise ein langes Programm aus Gottesdienst, Krippenspiel, Spaziergang, Bescherung und Essen nicht mehr durchhalten. "Ich würde Vorschläge zur Gestaltung machen und nicht ein festes Schema vorgeben", sagte Kaller. Nur weil Oma da ist, müsse nicht alles umgeplant werden, aber ein bisschen Rücksicht sei durchaus angebracht.
Die Bedürfnisse aller berücksichtigen
Gab es also bei der Oma zu Weihnachten immer Gans, sollte sich die Familie überlegen, ob sie ihr diesen Wunsch nicht erfüllen kann. Dafür bleibt dann bei der Bescherung alles beim Alten. "Es ist gut, wenn jeder das Gefühl hat, dass auf seine Bedürfnisse ein Stück weit Rücksicht genommen wird." Und schrauben alle ihre Ansprüche etwas herunter, werde das Fest entspannter. Dann antworten auf die Frage "Wer nimmt Oma?" beim nächsten Mal möglicherweise alle Geschwister: "Ich!".
Siehe auch
- Großeltern
- Großelternstudie
- Wenn sich Großeltern einmischen
- Erwachsene Kinder
- Weihnachtsstress
- Weihnachten bei getrennten Eltern


