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Wachstumshormon

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Wachstumshormon ist nicht nur für das Längenwachstum zuständig. Als anaboles Hormon baut es Eiweiß und Muskulatur auf, beeinflusst also die Zusammensetzung des Körpers (deshalb ist es auch als Dopingmittel so beliebt).


Inhaltsverzeichnis

Die Wirkungen

Wird zu wenig Wachstumshormon produziert, besteht der Körper aus überproportional viel Fett und wenig Muskulatur. Als Betroffener ist man deshalb körperlich schlechter belastbar. Darüber hinaus hat Wachstumshormon Einfluss auf die Knochenzusammensetzung und auf die Herz- und Nierenfunktion.

Einsatz in der Therapie

In der Medizin wird Wachstumshomon zur Therapie von Wachstumsstörungen bei Kindern eingesetzt, die durch einen Mangel an diesem Hormon verursacht werden. Die Nebenwirkungen dieser Ersatztherapie waren vor allem in den Anfangsjahren gefürchtet, als Wachstumshormon noch aus den Hirnanhangdrüsen Verstorbener gewonnen wurde. Heute wird Wachstumshormon ausschließlich gentechnisch hergestellt. Krankheiten können also nicht übertragen werden. Auch das Leukämierisiko und das Risiko für andere Krebserkrankungen ist nicht erhöht, wenn das Hormon in der normalen Ersatz-Dosis gegeben wird.

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkung klagen manche Kinder zu Anfang über Kopfschmerzen. Dazu kann es kommen, weil sich unter der Therapie die Körperzellen stärker mit Wasser auffüllen; bei „Mangelkindern“ sind sie häufig nicht ausreichend gesättigt. Die Kopfschmerzen verschwinden aber, wenn die Dosis für einige Zeit reduziert wird.

Wird das Hormon in relativ hoher Dosis gegeben, beispielsweise beim Ullrich-Turner-Syndrom, muss regelmäßig der Kohlenhydratstoffwechsel überprüft werden. Durch die hohe Dosis Wachstumshormon erhöht sich der Blutzuckerspiegel. Das versucht der Körper durch eine erhöhte Insulinproduktion wieder auszugleichen. Auf Dauer kann so die Bauchspeicheldrüse überfordert werden, möglicherweise entwickelt sich ein Diabetes II. Normalerweise reguliert sich der Kohlenhydratstoffwechsel aber wieder, wenn das Hormon abgesetzt wird.

Siehe auch

  • Diabetes bei Kindern
  • Wachstumsstörungen