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Vogelsburg

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An der Vogelsburg steht die Wiege des ökologischen Weinbaus.
An der Vogelsburg steht die Wiege des ökologischen Weinbaus.
Auf der Vogelsburg bei Volkach leben und arbeiten heute Augustinus-Schwestern in einer säkularen (nicht-klösterlichen) Gemeinschaft. Sie sind Herrinnen über über immerhin zwei Hektar Weinberge – und Bewahrerin einer Tradition, die bis ins Jahr 906 zurück reicht. In einer Schenkungsurkunde wird der Weinbau an der Vogelsburg erstmals erwähnt.


Inhaltsverzeichnis

Ökologischer Weinbau

Schon Anfang der 1960er Jahre verzichteten die Augustinus-Schwestern in ihren Weinbergen an der Vogelsburg auf den Einsatz von Spritzmitteln, was seinerzeit eher für Kopfschütteln sorgte. Auslöser war keine „ökologische Erleuchtung“, sondern schlicht die Gesundheit. Die hatte bei einer der Schwestern durch die Spritzmittel Schaden genommen. So versuchten sie, ohne die chemische Keule auszukommen. Seit 1973 verzichtete man auf der Vogelsburg auch auf Fungizide.

Bis die Winzerinnen von der Vogelsburg mit ihren Methoden akzeptiert wurden, hat es allerdings geraume Zeit gedauert. Heute ist der Öko-Wein im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde.

Ein Paradiesgarten mit Weinschänke

Auf der Vogelsburg werden die flüssigen Ergebnisse des Weinbaus vor allem in der eigenen Gaststätte ausgeschenkt. Von deren Terrasse aus öffnet sich der Blick auf die Nordheimer Weininsel und auf Escherndorf. Wie ein Paradiesgarten wirkt von hier aus das fränkische Weinland. Das dürfte wohl auch Bischof Friedhelm Hofmann so empfunden haben. „Hier liegt Ihnen ein Stück der Welt zu Füßen, habe ich dem Bischof gesagt, als er bei uns zu Besuch war“, erzählt Hedwig Mayer.

Geschichtliches

Nicht nur ein Stück der Welt, auch ein Stück Kultur- und Religionsgeschichte: Die alte Höhenfestung der Kelten wird 874 als Königsgut der Karolinger erstmals urkundlich erwähnt.

Anfang des zehnten Jahrhunderts ziehen Benediktinermönche auf der Burg ein. Im Bauernkrieg 1525 bleibt die Burg nicht verschont – die Chronik berichtet von einem Feuerbrand in Kirche und Haus.

Mit der Säkularisation 1803 endet auch auf der Vogelsburg das mönchische Leben. Im 19. Jahrhundert wechselt sie mehrfach den Besitzer, 1957 übergibt Besitzerin Philippine Walter das Anwesen an die Gemeinschaft der Augustinus-Schwestern, die nicht nur die Weinberge bewirtschaften, sondern auch ein Tagungshaus und die Gaststätte betreiben. Die Kirche der Vogelsburg „Mariä Schutz“ ist bei Ausflüglern und Tagungsgästen als Ort der Ruhe und Besinnung beliebt.

Öffnungszeiten

Die Kirche auf der Vogelsburg kann besichtigt werden und die Ausflugsgaststätte ist täglich außer Montag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kontakt: Tel. (09 3 81) 30 20; E-Mail: vogelsburg@t-online

Umgebung

Zu empfehlen sind Abstecher in die historische Altstadt von Volkach und die umliegenden Weinorte (Nordheim, Sommerach, Escherndorf). Lohnenswert ist auch ein Abstecher nach Gaibach mit Schloss (nur von außen zu besichtigen), Balthasar-Neumann-Kirche und Konstitutionssäule. Ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt ist die Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten“ mit Tilman Riemenschneiders „Maria im Rosenkranz“.

Anfahrt

Die Vogelsburg erreicht man von Würzburg aus zunächst über die Bundesstraße 19 und dann weiter Richtung Volkach.

Siehe auch

Region Würzburg:


Region Main-Spessart:


Region Main-Tauber:


Region Bad Kissingen:


Region Hassberge:


Region Schweinfurt:


Region Kitzingen:

Region Aschaffenburg:

Weblinks

  • Übersichtskarte „Burgen und Schlösser in Franken“ der Main-Post