Vater bei Geburt dabei
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Soll der Vater bei der Geburt dabei sein? 13,5 Prozent der Männer in Deutschland vertreten die Meinung glauben, dass es negativ aufs Sexualleben eines Paares auswirkt, wenn der Mann bei der Geburt im Kreißsaal dabei ist. Das jedenfalls ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Monatsmagazins "Baby und Familie", die der Wort & Bild Verlag (Baierbrunn bei München) in Auftrag gab.
Auch bei Frauen und Männern, die bereits Kinder haben und es aus eigener Erfahrung wissen können, stimmten demnach 12,3 Prozent der Aussage zu, dass ein gemeinsames Geburtserlebnis nicht unbedingt gut fürs weitere Liebesleben sei. Die GfK Marktforschung hatte für die Zeitschrift 1041 Männer und 1109 Frauen ab 14 Jahren befragt.
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Papa beeinflusst Geburtsverlauf nicht
Ist der Vater mit im Kreißsaal, beeinflusst das den Geburtsverlauf weder positiv noch negativ. Zu diesem Ergebnis kommt Achim Wöckel von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin.
Wöckel und seine Kollegen studierten alle Untersuchungen zu dem Thema und kamen zu dem Schluss, dass sich nicht nachweisen lässt, dass die Gegenwart des Partners positive Auswirkungen auf Geburtsdauer, Schmerzmittelverbrauch oder geburtsmedizinische Interventionsrate hat. Ebenso wenig ergab sich aber auch ein Nachweis für eine erhöhte Komplikationsrate durch das Dabei-Sein des Vaters.
Eigener Väterkurs gut für die Partnerschaft
Haben die Väter vorher nicht nur den Vorbereitungskurs gemeinsam mit der Partnerin besucht, sondern einen Kurs nur für Männer, könne das positive Folgen für Zufriedenheit des Paares haben, erläutert Wöckel. Dort nämlich können werdende Väter Fragen stellen, die sie bei Anwesenheit der Partnerin vielleicht nicht stellen würden.
Außerdem werde dann auch das Geburtserlebnis rückblickend positiv beurteilt. Entsprechend vorbereitete Männer sind sich ihrer Rolle bewusst: Sie wüssten, dass sie im Kreißsaal als Begleiter nichts steuern oder leisten, sondern nur anwesend sein müssen und auf die Kompetenz des medizinischen Personals vertrauen können.
Allerdings sollten Männer auch von ihrem Recht Gebrauch machen dürfen, die Begleitung abzulehnen, sagt Prof. Klaus Vetter von der DGGG: "Einen unsicheren oder ängstlichen Partner braucht keine in den Wehen liegende Frau." Die mittlerweile als normal angesehene Begleitung setze viele Männer erheblich unter Druck, ergänzt Wöckel. Sie fühlten sich im Kreißsaal oft hilflos, weil sie nicht helfend eingreifen können. Spannungen in der Beziehung könnten es außerdem erschweren, der Frau bei der Geburt Unterstützung zu geben.
Siehe auch
- Vater
- Familie
- Eltern werden
- Geburt
- Checkliste für nach der Geburt
- Väter in Elternzeit
- Geburtsgewicht
- Erstes Kind
- Babypause


