TIMSS
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In der Internationalen Schuleistungsstudie TIMSS (Third International Mathematics and Science Study) werden die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler am Ende der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule untersucht.
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Zentrale Befunde für Deutschland
Deutschland hat sich im Jahre 2007 erstmalig TIMSS beteiligt. Nach den Ergebnissen liegt es mit den mathematischen und naturwissenschaftlichen Schulleistungen seiner Grundschülerinnen und Grundschüler im internationalen Vergleich im oberen Leistungsdrittel.
Internationaler Leistungsvergleich Mathematik
Schülerinnen und Schüler an deutschen Grundschulen erreichen mit 525 Punkten einen Leistungsstand, der deutlich über dem internationalen Mittelwert von 473 Punkten liegt und sowohl den Mittelwert der teilnehmenden EU- als auch der OECD-Staaten (514 bzw. 513 Punkte) übertrifft. Ein erheblicher Leistungsabstand im Umfang von mehr als einem Schuljahr besteht allerdings zu den asiatischen Staaten (Hongkong, Singapur, Taiwan und Japan) in der Spitzengruppe.
Es gelingt den deutschen Grundschulen, die Leistungsunterschiede ihrer Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich relativ gering zu halten. Im internationalen Vergleich zeichnen sich Kinder an deutschen Grundschulen durch eine erfreulich hohe Motivation für das Fach Mathematik aus, und zwar weitgehend unabhängig von den erreichten Kompetenzen.
22 Prozent der Schülerinnen und Schüler gehören im Fach Mathematik zur Gruppe der leistungsschwächeren Kinder; in den Spitzenstaaten liegt dieser Anteil unter zehn Prozent. Mathematische Spitzenleistungen erreichen in Deutschland sechs Prozent der Schülerinnen und Schüler; in vielen Staaten liegt dieser Anteil deutlich höher. Internationaler
Leistungsvergleich in den Naturwissenschaften
Die Kompetenzen der deutschen Schülerinnen und Schüler liegen mit 528 Punkten auch in den Naturwissenschaften deutlich über dem internationalen Mittelwert (476 Punkte), leicht über dem Mittelwert der beteiligten OECD-Staaten (523 Punkte) und sind vergleichbar mit dem Mittelwert der beteiligten EU-Staaten (525 Punkte). Der Leistungsabstand zu den Spitzenstaaten (Singapur, Taiwan, Hongkong und Japan) ist im Bereich Naturwissenschaften geringer als in Mathematik.
Auch für die Naturwissenschaften ist die Motivation der Schülerinnen und Schüler erfreulich hoch; darüber hinaus gelingt es, die Leistungsunterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich relativ gering zu halten.
24 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler gehören zu den leistungsschwächeren Kindern. Diese Gruppe fällt damit größer aus als in einigen europäischen und den asiatischen Staaten. Zen Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler erreichen naturwissenschaftliche Spitzenleistungen. Damit liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld, aber unterhalb der Staaten an der Spitze.
Geschlechterdifferenzen in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Leistungen In Deutschland haben Jungen gegenüber den Mädchen einen im internationalen Vergleich großen Leistungsvorsprung von 12 Punkten in Mathematik. Mit 15 Punkten in den Naturwissenschaften zeigt sich die größte Geschlechterdifferenz zugunsten der Jungen unter den teilnehmenden OECD- und EU-Staaten.
Zusammenhang zwischen Herkunft und Schulleistung
Der Einfluss des kulturellen Hintergrunds der Eltern auf die Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler an deutschen Grundschulen ist im internationalen Vergleich sehr hoch ausgeprägt; dies gilt für die Naturwissenschaften noch stärker als für Mathematik.
Im internationalen Vergleich zeigen sich in Mathematik große Leistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund, die in den Naturwissenschaften noch deutlicher ausfallen.



