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Sonnenbrand

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Sommer, Sonne, Sand und Strand sind schön, Eltern sollten dabei aber daran denken, die Haut ihrer Kinder zu schützen.
Sommer, Sonne, Sand und Strand sind schön, Eltern sollten dabei aber daran denken, die Haut ihrer Kinder zu schützen.
Ein Sonnenbrand ist nicht ungefährlich - gerade für Kinder. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor gesundheitlichen Gefahren durch Sonnenbrand. "Damit man das gute Wetter gefahrlos genießen kann, darf der richtige Sonnenschutz nicht fehlen", sagte ein Sprecher. Oft werde ein zu niedriger Lichtschutzfaktor gewählt. Zu viel Sonne könne zu vorzeitiger Hautalterung und zu Hautkrebs führen, an dem jedes Jahr rund 140 000 Menschen neu erkrankten.


Inhaltsverzeichnis

Cortison-Creme hilft

Eltern packen für den Sommerurlaub am besten auch eine Cortisoncreme in die Reiseapotheke. Bekommt ihr Kind einen Sonnenbrand, sollten sie es damit eincremen, rät Prof. Dietrich Abeck, Hautarzt in München.

Tragen sie die Creme zweimal täglich auf, verschwinde die Rötung nach drei bis vier Tagen. Sinnvoll sei außerdem eine Creme, die der Haut Feuchtigkeit spendet. Hat sich das Kind in der Sonne verbrannt, helfen außerdem kühlende Umschläge. Alternativ können die Eltern ein T-Shirt oder eine lange Unterhose anfeuchten und ihrem Nachwuchs anziehen. «Die Nässe kühlt angenehm», sagt Abeck, der auch an der Technischen Universität München lehrt.


Mit Sonnenbrand nicht zwangsläufig "drinnen" bleiben

Mit einem Sonnenbrand muss das Kind nicht zwangsläufig im Haus oder Schatten bleiben. "Mit Sonnenmilch darf es auch in die Sonne", erklärt Dietrich Abeck. Im Mittelmeerraum reiche Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 aus. Eltern sollten ihr Kind aber gründlich und durchaus mehrmals eincremen.

Schutz bietet auch Kleidung, die idealerweise "locker, leicht, langärmelig" ist, sagt der Dermatologe. Allerdings verändert sich die Schutzwirkung normaler Kleidung, sobald sie nass wird. Geht das Kind also mit T-Shirt schwimmen, hält der Stoff die UV-Strahlen in geringerem Maß ab. Eine Alternative sei sogenannte UV-Schutzkleidung. "Da verändert sich die Schutzwirkung durch Nässe nicht."

Kinder unter zwei nicht in die Sonne

Besonders die Haut von Kindern reagiere empfindlich auf die ultraviolette Strahlung. Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden, rät das Bundesamt. Aber auch bei älteren Kindern ist Vorsicht angebracht, denn: "Sonnenbrände vor dem 18. Lebensjahr sind ein entscheidender Faktor für das spätere Hautkrebsrisiko."

Entscheidender Faktor für Hautkrebs

Als Schutz vor der UV-Strahlung rät die Behörde zu Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor, eine den Körper bedeckende Kleidung und eine Kopfbedeckung. "Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen", heißt es. Das Bundesamt veröffentlicht im [http:// www.bfs.de/uv/uv2/uvi Internet] Prognosen, wie hoch die UV-Strahlung in Deutschland sein wird.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Im Falle eines Sonnenbrandes ist "die beste Maßnahme die Kühlung der betroffenen Hautstellen und die Behandlung mit Cremes oder milchartigen Zubereitungen, die Cortison enthalten. In schweren Fällen kann sogar die Einnahme eines entzündungshemmenden Medikaments sinnvoll sein", sagt Professor Hamm. In den meisten Fällen verschwindet der Sonnenbrand, häufig unter Schuppung der Haut, nach vier bis sieben Tagen.

Dem Sonnenbrand vorbeugen

Damit es gar nicht erst zum Sonnenbrand kommt, fasst Professor Hamm die Ratschläge der Dermatologen im Umgang mit der Sonne folgendermaßen zusammen - und diese Tipps gelten beileibe nicht nur für den heißen Süden, man sollte sie auch in unseren Breiten beherzigen:

  • Beugen Sie stets einem Sonnenbrand vor. Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung. Verbringen Sie die Mittagsstunden (11 bis 15 Uhr) im Schatten. Die Sonnenbrandgefahr ist am höchsten, wenn die Sonne am höchsten steht.
  • Schützen Sie Kleinkinder besonders gut vor Sonnenbrand (Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30!).
  • Setzen Sie Kinder unter einem Jahr nie direkter Sonne aus. Bedenken Sie, dass sich Säuglinge übermäßiger Sonnenbestrahlung nicht selbst entziehen können.
  • Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung: T-Shirt, Hemd und Hut, der eine breite Krempe haben muss, um auch die Ohren und den Nacken zu schützen.
  • Cremen Sie alle unbedeckten Körperpartien ausreichend mit Sonnenschutzmitteln ein. Tragen Sie den Sonnenschutz mindestens 30 Minuten vor der Sonnenbestrahlung auf.
  • Wiederholen Sie das Auftragen des Sonnenschutzmittels nach einigen Stunden. Aber bedenken Sie: Der Lichtschutzfaktor wird dadurch nicht erhöht.
  • Für empfindliche und nicht lichtgewöhnte Haut ist mindestens Lichtschutzfaktor 15 zu empfehlen, je nach Hauttyp bis zu Faktor 30. Cremes mit Lichtschutzfaktor 50 oder noch höher sind in der Regel unnötig!
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, die sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlen schützen.
  • Schützen Sie Ihre Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille.
  • Fragen Sie bei Medikamenten-Einnahme Ihren Arzt, bevor Sie sich der Sonne aussetzen: Bestimmte Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Vermeiden Sie Kosmetika, Deodorants und Parfüms vor der Sonnenbestrahlung. Es besteht die Gefahr erhöhter Lichtempfindlichkeit und bleibender Pigmentierung.
  • Bleiben Sie bei empfindlicher Haut ohne Sonnenschutz grundsätzlich nicht länger als fünf bis zehn Minuten in der Sonne.
  • Nutzen Sie die durch ein Sonnenschutzmittel maximal verträgliche Sonnendauer nie völlig aus.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Eltern haben Vorbildfunktion. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten keinen Sonnenbrand bekommen.

Siehe auch

Weblinks

Prognosen des Bundesamtes für Strahlenschutz über die Höhe der UVA-Strahlung in Deutschland

Quelle

dpa/Main-Post