Sommerzeit
Aus wiki.familieninsel.de
Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren benötigen durchschnittlich zwei bis drei Wochen, um sich im Frühjahr an die Umstellung auf die Sommerzeit anzupassen. Das ergab jetzt eine Studie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Teilgenommen hatten rund 500 Schüler der Metropolregion Rhein-Neckar.
Tipp für Lehrer: Keine Test schreiben
In den ersten zwei Wochen nach der Zeitumstellung klagen die Schüler besonders häufig über Müdigkeit. Als Konsequenz sollten in diesen zwei Wochen weder Klassenarbeiten geschrieben noch Prüfungen abgelegt werden, so die Wissenschaftler.
„Die meisten Jugendlichen sind sowieso "Nachteulen" und haben bereits ohne Zeitumstellung Probleme, morgens in der Schule fit und leistungsfähig zu sein“, sagte der Leiter der Studie, Prof. Dr. Christoph Randler. Diese Veränderung finde in der Pubertät statt.
Das Schulsystem nimmt keine Rücksicht
Durch die Zeitumstellung müssen die Jugendlichen nun nochmals eine Stunde früher aufstehen. Dies verschlimmere die Situation weiter, sagte Randler. Jugendliche, die stark zur Eule orientiert sind, brächten auch schlechtere Noten mit nach Hause.
Die Studie, die im Fachblatt Sleep Medicine publiziert wurde, stellt außerdem fest, dass „Eulen“ länger unter der Umstellung auf Sommerzeit leiden als „Lerchen“. Lerchen, die morgens leichter aus dem Bett kommen, aber abends früher müde werden, sind allerdings ab der Pubertät in der Minderheit. Dennoch ist das deutsche Schulsystem weitgehend auf Lerchen zugeschnitten.



