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Seepferdchen

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Seepferdchen
Seepferdchen
Die Sorgenfalten auf der Stirn von Experten werden tiefer: Immer weniger Kinder lernen richtig schwimmen, die Zahl der Badeunfälle steigt; das Seepferdchen ist zwar der erste Einstieg zur Sicherheit beim Baden und Planschen im Wasser, reicht aber alleine nicht aus.

Lebensotwendiges Können

Beim Schwimmen lernen, sagen Experten, geht es nicht um einen beliebigen Zeitvertreib, sondern um ein absolut notwendiges Können. Ob Wasserwacht, DLRG oder Rotes Kreuz – sie alle appellieren verstärkt an Eltern, Schulen und Kommunen, den Schwimmsport bei Kindern zu fördern. Das Seepferdchen allein reicht nicht. Kinder müssen regelmäßig zum Schwimmen gehen und möglichst weitere Schwimmabzeichen machen.

Die Nutzung von Freiwässern wird von der Wasserwacht ausdrücklich begrüßt. Jedoch, so sagt Bernhard Scheckenbach, stellvertretender Vorsitzende der Kreis-Wasserwacht Würzburg, erfordert das eine erhöhte Schwimmkompetenz und Disziplin bei der Einhaltung der Baderegeln.

Mit Hilfe der Eltern

Damit Kinder diese Kompetenz erreichen, ist auch die Hilfe der Eltern notwendig. Familien sollten vorhandene Möglichkeiten nutzen und mindestens einmal monatlich mit der gesamten Familie zum Schwimmen gehen, mit jüngeren Kindern wöchentlich, appelliert Thomas Lindörfer, Beauftragter des BRK-Bezirksverbandes Unterfranken für die Wasserwacht Würzburg.


Gefährlich dabei: Zum Schwimmen geht kaum noch ein Kind ins Bad. Das wäre auch viel verlangt, denn das Spaß-Angebot scheint unbegrenzt. Riesen-Rutschen, warmes Wasser zum Planschen – erlaubt ist alles, was Spaß macht. Bälle, Luftmatratzen, aufblasbare Tiere in XXL, warum also sollte man da auf die Idee kommen, sich schwimmend fortzubewegen? Kindern, die in den Spaß-Becken meist mühelos stehen können, wird suggeriert: Ich kann schwimmen. Ein gefährlicher Trugschluss.

Siehe auch

  • Babyschwimmen