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Schwimmen

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Spielerische Wassergewöhnung kann nicht früh genug beginnen.
Spielerische Wassergewöhnung kann nicht früh genug beginnen.
Schwimmen lernen kann ein Kind etwa ab fünf Jahren. Eine Umfrage der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zur Schwimmfähigkeit der Bevölkerung ergab indes, dass momentan nur etwa 61 Prozent der Schüler bis zum achten Lebensjahr schwimmen gelernt haben.


Inhaltsverzeichnis

Schwieriger Nachweis

Doch wann kann ein Kind wirklich richtig schimmen, sich also gefahrlos im Wasser bewegen? - Eine objektive Beurteilung der Schwimmfähigkeit ist schwierig. Die einzige Orientierungshilfe zur Schwimmsicherheit ist ein anerkanntes Abzeichen.

Das sogenannte Seepferdchen allerdings wurde vom DLRG abgestuft, um zu vermeiden, dass Eltern denken, ihr Kind könnte sicher schwimmen. Erst das Schwimmabzeichen "Bronze" befähigt Kinder zum sicheren Schwimmen, meldet der Elternratgeber "Das sichere Kind".

Grund für die schlechten Zahlen ist einerseits die inflationäre Bäderschließung sowie die Umwandlung vieler Schwimmbäder in Spaß- und Erlebnisbäder. Andererseits ist der späte Schwimmunterricht, der erst in der dritten Grundschulklasse stattfindet, schuld an der hohen Nichtschwimmerzahl, besonders unter Kindern. Am liebsten wäre es dem Experten, wenn schon Kindergärten mit dem Schwimmtraining beginnen würden. Stattdessen sind die Bundesländer bereits gespalten, wenn es um die Vorverlegung von der dritten in die erste Klasse geht - aus Kostengründen.

Wassergewöhnung - so geht's

  • die Kinder möglichst früh ans Wasser gewöhnen, ganz natürlichen Umgang mit dem Wasser pflegen, also gemeinsam mit dem Kind im flachen Wasser planschen und gemeinsam spielen
  • ab dem 5. Lebensjahr mit Koordinations- und Wassergewöhnungsübungen beginnen
  • Babyschwimmen hilft, schon Säuglinge sanft an das Element Wasser heranzuführen, dabei sollte aber der Spaß im Vordergrund stehen.
  • Vorbild sein! - Erleben die Kinder, dass Eltern die Bewegung im Wasser Vergnügen bereitet, ist das schon die halbe Miete
  • mit dem Schwimmkusr nicht sechs Woche, sondern sechs Monate vor dem Urlaub beginnen.

Die Baderegeln

  • Nie alleine Schwimmen!
  • Nie in unbekannte Gewässer gehen!
  • Nur mit den Füßen zuerst ins Wasser springen! Keine Kopfsprünge in unbekannte Gewässer!
  • Nie jemanden unters Wasser drücken, schubsen oder anhängen!
  • Wissen, wie Hilfe zu erreichen ist!
  • Schwimmflügel sind gut zur Unterstützung beim Schwimmen lernen, aber sie sind kein Sicherheitsschutz.
  • Im Notfall mit dem Handy die 112 anrufen

Tipps für einen sicheren Badetag

  • Aufsichtspersonen bestimmen.
  • Aufsichtspersonen dürfen keinen Alkohol trinken.
  • Kinder müssen beim Bootfahren, Angeln, Segeln, Paddeln etc. immer eine Schwimmweste anziehen.
  • Nur an bewachten Badestellen/Stränden baden.
  • Am Meer: Auf Informationstafeln an den offiziellen Strandzugängen achten. Beim Spielen sollten Kinder Badeschuhe u. a. zum Schutz vor Seeigeln tragen.
  • Örtliche Begebenheiten wie Wassertiefe, Untergrund und Strömung berücksichtigen.
  • Warnhinweise, Bojen und Absperrungen unbedingt beachten.
  • Bei Sturm und Gewitter sofort das Wasser verlassen.
  • Kleine Kinder kühlen schnell aus, lieber Badepausen einlegen und aufwärmen.

Quallen, Nesseltiere und Algenplagen werden örtlich angekündigt. Badeverbote sind unbedingt einzuhalten.

  • Luftmatratzen, Wasserbälle und Schwimmtiere sind keine Schwimmhilfen und dürfen nur unter Aufsicht verwendet werden. Bei Strömung und im Wellengang können Kinder sonst weit abgetrieben werden.
  • Zuerst Beine, Arme und dann den Körper langsam auf die Wassertemperatur einstellen.

Siehe auch

Schwimmbäder:

Weblinks

Elternratgeber "Das sichere Kind" im Netz

Quelle

trab/Pressemitteilung/DLRG