Schlossanlage Thüngen
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Das Bild der Werntalgemeinde Thüngen wird geprägt von der Schlossanlage Thüngen inmitten der Parkanlage Bangerts. Zwei Familien von Thüngen bewohnen heute die Gemäuer.
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Barock trifft Neogotik
Der westliche Teil, das Burgschloss, besteht aus einem barockem Obergeschoss und einem Renaissance-Unterbau. Der östliche Teil, der durch seinen neugotischen Stil mit Türmen und Zinnen auffällt, nennt sich Spitalschloss. Zur Burganlage gehört außerdem das älteste Gebäude im Schlosshof, der „Alte Stock“, der erstmals im Jahre 997 urkundlich erwähnt wurde.
Der zerstörte Altbau des Burgschlosses stammt aus dem 12. Jahrhundert. Nach dem Bauernkrieg war der Trakt nur noch eine Ruine und wurde 1579 wieder aufgebaut, damals „Neuenburg“ genannt. Die Gestaltung und Verwendung der Räume änderte sich im Laufe der Jahre immer wieder. So wurden zu Zeiten, als es keine Ortskirche gab, auch Gottesdienste im Schloss abgehalten. Das Burgschloss wird heute von Hanskarl von Thüngen mit seiner Familie bewohnt.
Das Spitalschloss
Das Spitalschloss wurde von 1561 bis 1564 als dreigeschossiger Bau mit Zwiebeltürmen erbaut. Vorher befanden sich in diesem Bereich neben Wohngebäuden auch Ställe, Lager- und Wirtschaftsräume, die 1525 im Bauernkrieg zerstört worden waren.
Der Name des Schlosses erklärt sich aus der Verpfändung des Bauwerkes an das Würzburger Juliusspital im Jahre 1564. Thüngen musste sich am Bau des Juliusspitals mit Frondiensten und Zahlungen beteiligen. Weil der lebensfrohe Neidhard von Thüngen dem Würzburger Bischof gegenüber in Zahlungsschwierigkeiten geraten war, wurde das Schloss und ein Viertel des damaligen Ortes an das Juliusspital übergeben.
Erst 1854 konnten die Brüder Wolfgang und Wilhelm von Thüngen das Schloss, das sich zu dieser Zeit in einem ruinenhaften Zustand befunden haben soll, wieder in den Familienbesitz zurückführen. Bis zum Ende der 1860er Jahre wurde das Spitalschloss nahezu neu im Neugotischen Stil aufgebaut. Zur selben Zeit wurde auch das Hofgut erbaut und die Viehhaltung wurde vom Schloss in das Hofgut ausquartiert.
Das Spitalschloss wird heute von Eric von Thüngen mit seiner Familie und seinen Eltern bewohnt Weitere vier Wohnungen sind an Familien vermietet, die eine ritterliche Wohnform schätzen.
Der alte Stock
Der alte Stock, dessen Mauern am Fuße etwa 4,50 Meter dick sind und der ebenfalls Eric von Thüngen gehört, diente bis etwa 1700 als Wohngebäude. Später wurde er als Lagerhaus verwendet. Vorhanden sind noch die Schießscharten, sogar Einschläge aus den Zeiten der Bauernkriegen sind zu sehen. Durch die großen Fenster hatten die Bewohner eine herrliche Sicht in das Werntal.
Auch die Abtritte, in denen die Notdurft verrichtet wurde, sind noch vorhanden. Da der Alte Stock ohne Toiletten ausgestattet war, sammelten sich die Exkremente der Bewohner im Schlossgraben, der dann mehrfach im Jahr von den Untertanen gesäubert werden musste.
Außerhalb der Schlossanlage, gegenüber dem Schlosstor, befindet sich die ehemalige Orangerie. Der Barockbau wurde vermutliche 1741 nach Entwürfen des Würzburger Baumeisters Balthasar Neumann errichtet.
Von 1979 bis 1981 wurde das ehemalige Gartenhaus von Manfred und Irene Neumeyer aufwändig renoviert und dient der Familie seit 1981 als schmuckes Wohnhaus.
Siehe auch
Region Würzburg:
- Festung Marienberg
- Würzburger Residenz
- Reichelsburg
- Schloss Grumbach
- Schloss Reichenberg
- Schloss Veitshöchheim
- Schlössle Ochsenfurt
- Wasserschloss Erlach
Region Main-Spessart:
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Region Schweinfurt:
- Peterstirn
- Ruine Stollberg
- Schloss Gaibach
- Schloss Mainberg
- Schloss Obbach
- Schloss Sulzheim
- Schloss Werneck
Region Kitzingen:
- Schloss Castell und Schloss Rüdenhausen
- Schloss Hallburg
- Schloss Schwanberg
- Schloss Wässerndorf
- Schloss Weißenstein
- Vogelsburg
Region Aschaffenburg:


