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Schloss Grumbach

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Blick auf Schloss Grumbach.
Blick auf Schloss Grumbach.
Stolzes Wahrzeichen von Rimpar im Landkreis Würzburg ist Schloss Grumbach. Bis ins 14. Jahrhundert geht die Entstehungsgeschichte des mächtigen Bauwerks zurück. 1371 werden erstmals die Herren von Grumbach als gesessen zu Rimpar erwähnt. Diese Dienstadelsfamilie entstammte dem Geschlecht derer von Wolfskeel und nannte sich später nach dem Erwerb der Burg im benachbarten Burggrumbach.


Inhaltsverzeichnis

Die Grumbachschen Händel

Zwei Deutschmeister sowie hohe geistliche Würdenträger und Ritter in verantwortungsvollen Positionen hat dieses Geschlecht hervorgebracht. Schloss Grumbach war Sitz einer der schillerndsten Figuren des 16. Jahrhunderts. Reichsritter Wilhelm von Grumbach (1503 bis 1567), der den Fürstbischof Melchior von Zobel zu Giebelstadt ermorden ließ.

Grumbach wehrte sich mutig und stolz immer wieder gegen seine ungerechte Enteignung durch die Würzburger Fürstbischöfe. Die „Grumbachschen Händel“, mit denen Wilhelm von Grumbach den Herzog von Sachsen-Coburg-Eisenach unterstützen wollte, gehören zu den meist dokumentierten Geschehnissen dieser Zeit.

Eine Anekdote charakterisiert den unerschrockenen Reichsritter: In einem Schreiben an den Fürstbischof Friedrich von Wirsberg und dessen Verbündeten forderte Wilhelm von Grumbach den Bischof zum Zweikampf heraus. Wer den Kampf verweigere, solle „von männiglich für einen verzagten, ehrenlosen, feigen Ehrendieb gehalten werden und niemand mit ihm essen, trinken, noch einige Gemeinschaft haben“, zitiert Hamberger den zornigen Ritter.

Mit der Reichsacht belegt

Mit dem Zweikampf wurde es nichts, den streitbaren Rimparer Ritter traf jedoch zweimal die Reichsacht des deutschen Kaisers, bevor er in Gotha gefoltert, gevierteilt und geköpft wurde. Das Richtschwert, mit dem Wilhelm von Grumbach auf dem Marktplatz von Gotha am 18. April 1567 hingerichtet wurde, schrieb auch im 21. Jahrhundert noch Geschichte. Es wurde der Familie von Zobel als „Sühneschwert“ für den Tod Melchiors von Zobel übergeben und verblieb im Schloss zu Giebelstadt.

Bis der Erbe, Freiherr Stefan Zobel von Giebelstadt, in Geldnot kam und das Schloss samt Inventar veräußern musste. Zwei Rimparer wollten das Richtschwert als Attraktion für das Archäologische Museum im Grumbach-Schloss ersteigern, hatten auch schon den Zuschlag, bis die Denkmalbehörde eingriff und die Veräußerung verhinderte. Derzeit ist das Schwert dennoch in Rimpar zu sehen – vorläufig als Leihgabe.

Verkauf an das Hochstift Würzburg

Der Sohn Wilhelms von Grumbach war nach der Hinrichtung des Vaters gezwungen, das Schloss 1593 mit allen Liegenschaften an das Hochstift Würzburg zu verkaufen. 1603 starb das Geschlecht in Rimpar, 1612 in Burggrumbach und 1682 auch in Estenfeld aus. Der Kauf der dreiflügeligen Schlossanlage war für das Hochstift Würzburg sehr willkommen. Das Schloss lag direkt vor den Toren der Stadt Würzburg und eignete sich durch seine Größe vorzüglich als Landresidenz. Der erste fürstliche Hausherr, Fürstbischof Julius Echter, ließ vermutlich die Ostseite baulich verändern.

Nach der Säkularisation kam das Schloss an das Kurfürstentum Bayern, später Königreich Bayern. Bis zum Jahre 1973 wohnten hier Forstbeamte und walteten ihres Amtes. 1980 kaufte die Marktgemeinde Rimpar das Schloss, das heute Rathaus und kulturelles Zentrum der Gemeinde ist.

Ausflugstipp

Schloss Grumbach ist ein lohnenswertes Ausflugsziel. Das Rimparer Schlossfest findet von 2. bis 4. August statt und lädt zum Feiern im Schatten der Burg samt Festzug mit „echten“ Rittern ein. Der Rimparer Theatersommer bietet Freilichttheater in historischer Kulisse und Konzerte: Infos: www.rimpar.de

Öffnungszeiten

Von April bis Oktober können das Archäologische Museum, das Bäckerei-Museum, das Kriminalmuseum im Grumbach-Gefängnis sowie eine Trachtensammlung im Greiffenklau-Saal besichtigt werden. Öffnungszeiten jeweils sonntags 14-tägig von 14 bis 17 Uhr von April bis Oktober.

Führungen

Schlossführungen für Gruppen und Einzelpersonen sind möglich (Informationen: Edwin Hamberger, Tel. (0 93 65) 92 45 oder im Internet

Einkehrtipp

Schlossgaststätte, Schlossberg 1, 97222 Rimpar, Tel. (0 93 65) 38 44, Telefax: 09365 4193, E-Mail: info@schloss-rimpar.de, täglich 11:30 - 23:00 Uhr geöffnet.

Siehe auch

Region Würzburg:


Region Main-Spessart:


Region Main-Tauber:


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Region Hassberge:


Region Schweinfurt:


Region Kitzingen:


Region Aschaffenburg:

Weblinks