Schloss Burgreppach
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Zu den kuriosesten Stücken im Schloss Burgpreppach gehört eine mumifizierte Hand einer Frau. Ist es die Hand einer Diebin, die zur Strafe abgeschlagen wurde?
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Ein Zeichen der Gerichtsbarkeit
Schlossherrin Monica von Deuster weiß es nicht sicher. Sie glaubt aber eher, die Hand wurde einer Toten abgetrennt und diente im Schloss als Symbol der hohen Gerichtsbarkeit.
Die vom Kaiser verbriefte hohe Gerichtsbarkeit hatte nämlich das mächtige Barockschloss im Oberen Haßgau im 16. Jahrhundert inne und zeigt die Stellung, die es in der Region hatte. Das bedeutet, es wurden dort Straftaten abgeurteilt. Richter war stellvertretend für den Schlossherrn meist der Burgvogt. Um da Autorität zu demonstrieren, so glaubt Monica von Deuster, diente wohl die Hand, die bei solchen Gerichtsprozessen als Symbol ausgestellt war.
Gebaut nach Plänen von Joseph von Greissing
Dass Dieben die Hand abgehackt worden ist, war bereits abgeschafft worden, als das Schloss Burgpreppach in der heutigen Form gebaut worden ist. Der Dreiflügelbau wurde zwischen 1717 und 1724 nach Plänen des Würzburger Baumeister Joseph Greissing errichtet – als Barockes Wasserschloss, was für Monica von Deuster an sich ein Widerspruch ist. Ein Barockschloss hatte eigentlich kein Wassergraben mehr, doch hat man wohl damals bewusst an die reichsritterschaftliche Vergangenheit des Vorgängerbaus mit seinem Burggraben erinnern wollen.
„Eine Aufgabe für mehrere Generationen“ sei die Sanierung des Schlosses, sagt von Deuster. Im Jahre 1986 machte sie sich an die Arbeit, das imposante Wasserschloss vor dem weiteren Verfall zu schützen. Inzwischen ist der Ostflügel ist wieder bewohnbar, im Jahre 1996 ist die Familie von Deuster dort eingezogen. Das Schloss wurde an den Kanal angeschlossen, das Dach restauriert, eine Zentralheizung und neue Fenster eingebaut.
Prunkvolle Treppe
Zu den Prunkstücken gehört im Schloss die Treppe mit dem schwungvollen Gewölbe im Mitteltrakt. Sie wurde von Balthasar Neumann konzipiert. Beeindruckend ist auch der Festsaal mit den großen bemalten Wandteppichen im ersten Stock. Dort finden im Sommerhalbjahr Konzerte statt. Der Saal wird auch für Familienfeste vermietet, um so Geld für die Sanierung einzubringen.
Siehe auch
Region Würzburg:
- Festung Marienberg
- Würzburger Residenz
- Reichelsburg
- Schloss Grumbach
- Schloss Reichenberg
- Schloss Veitshöchheim
- Schlössle Ochsenfurt
- Wasserschloss Erlach
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- Schloss Castell und Schloss Rüdenhausen
- Schloss Hallburg
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