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Schlössle Ochsenfurt

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Das Schlössle Ochsenfurt.
Das Schlössle Ochsenfurt.

Das Schlössle Ochsenfurt ist ein markantes Gebäude an der Südrampe der Alten Mainbrücke. Früher gaben ihm die Chronisten die Namen Kämmerlein oder Bürglein. Heute befindet sich darin ein Museum über Weinbau, Stadtgeschichte und Zunftwesen.


Inhaltsverzeichnis

Früher eine Befestigungsanlage

Im Jahr 1338 war das Schlössle Teil einer kompletten Befestigungsanlage. Zweimal berichten Chronisten von missglückten Versuchen, Ochsenfurt über dieses Einfallstor zu erstürmen. Das erste Mal war es der Ritter Luitpold, Küchenmeister von Nordenberg, der an der Befestigung scheiterte. Lorenz Fries, Chronist der Würzburger Bischöfe, schreibt im 16. Jahrhundert: „Der Küchenmeister bestürmte das Schloss gar heftig, da er wusste, wenn er das Schloss nicht gewinne, er auch die Stadt nicht halten könne.“

Auch 1440 war das Schlösschen Schauplatz einer Kampfhandlung: Markgraf Albrecht von Brandenburg stürmte die Stadt mit seinem Heer. Die Bürger verzogen sich auf das Dach des Vorwerkes und griffen die Gegner von oben an. Dabei ist wohl das Gewölbe, das früher den Eingangsbereich des Schlösschens überspannte, zerstört worden.

Drei Kapitelle erhalten

Von der Existenz des Gewölbes über der „Großen Stube“ zeugen heute noch drei erhaltene Kapitelle von denen eines einen Ritterkopf und ein anders einen bärtigen Mann ziert. In den späteren Jahrhunderten ließen die Bedrohungen der Stadt durch fremde Heere nach. Die kleine Burg verlor an Bedeutung.

In späteren, weniger kriegerischen Zeiten bauten die Ochsenfurter die Befestigungsanlagen um das Schlösschen ab. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Turm abgetragen. Nur noch das Unterteil, mit dem Tor zur Brücke hin, blieb stehen. Zwischen 1860 und 1878 verschwand dann auch dieses, mitsamt dem festungsartigen Vorwerk und der Ummauerung. Wohnen im Schlössle

Über viele Jahrhunderte war der schmucklose gotische Bau mit den Treppengiebeln im Besitz des Würzburger Domkapitels. Nach der Säkularisation ging das Schlössle in den Besitz der Stadt Ochsenfurt über. Es diente seitdem ärmeren Bürgern als Wohnung. 1949 regten Ochsenfurter Bürger an, im Schlössle ein Museum einzurichten, das 1959 eröffnet werden konnte.

Bei der Neukonzeption der Ausstellung wurden 1988 viele der Museumsstücke ausgelagert. Der Schwerpunkt der Ausstellung berichtet jetzt über Stadtgeschichte, das Rathaus und seine Aufgaben, das Zunftwesen, historischen Weinbau und das Büttnerhandwerk in Ochsenfurt. Nur einige Schritte vom Schlössle entfernt befindet sich das überregional bedeutende Trachtenmuseum im barocken Greisinghaus in der Spitalgasse. Dort sind die prachtvollen Ochsenfurter Gautrachten zu sehen. Wer Lust hat, selber in eine Tracht zu schlüpfen, kann im Anziehkämmerle eine original Ochsenfurter Gautracht anprobieren.

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum der Stadt Ochsenfurt in der Brückenstrasse 26 sowie das Trachtenmuseum in der Spitalgasse 26 sind von Ostern bis Allerheiligen jeweils Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet

Anfahrt

Wenn man in Ochsenfurt der Beschilderung zum großen Parkplatz am Main folgt und dort sein Auto abstellt, kann man das Schlössle an der Südseite der alten Mainbrücke schon sehen.

Siehe auch

Region Würzburg:


Region Main-Spessart:


Region Main-Tauber:


Region Bad Kissingen:


Region Hassberge:


Region Schweinfurt:


Region Kitzingen:


Region Aschaffenburg:

Weblinks