Schütteltrauma
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Das so genannte Schütteltrauma kommt Ärzten zufolge vorwiegend bei Babys zwischen drei und acht Monaten vor; aber auch Kinder bis zu sieben Jahren können noch betroffen sein. Deshalb sollten Eltern ihr Baby auf keinen Fall schütteln.
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Die Folgen des Schüttelns
Die Gehirnmasse ist dann Flieh- und Rotationskräften ausgesetzt, dadurch können Blutgefäße und Nervenbahnen reißen, es kann zu Hirnblutungen und Hirnverletzungen kommen. So erklärt Thomas Fendel vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München die unmittelbaren Folgen des Schüttelns.
Auch Blutungen an der Netzhaut seien möglich. Diese können Sehstörungen bis zur Blindheit nach sich ziehen. Wird ein Kleinkind am Oberkörper gehalten und geschüttelt, schwingt das Köpfchen laut Fendel unkontrolliert nach vorn und hinten, denn die stabilisierende Nackenmuskulatur ist in dieser Altersgruppe noch wenig ausgeprägt. Auch Entwicklungsverzögerungen können die Folge derartigen Handelns sein.
Todesursache Schütteln
Jährlich sterben etwa 20 bis 30 Säuglinge durch Schütteln. Die Dunkelziffer ist vermutlich höher.
Folge von Überforderung
In der Regel schütteln unmittelbare Bezugspersonen das Kind, die sich überfordert fühlen. Ihnen sind die Gefahren oft nicht bewusst.
Hilfe: Schreiambulanz
Schreit ein Baby viel, stehen Eltern unter hoher Belastung. Merken Eltern, dass ihre Kräfte sich erschöpfen, sollten sie sich vorsorglich an ihren Kinder- und Jugendarzt wenden. Er kann bei der Suche nach einer Schreiambulanz behilflich sein.
Siehe auch
- Hebammenpraxis
- Willkommen Kind
- Elternkurs SAFE
- Plötzlicher Kindstod



