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Schüleraustausch

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Ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, etwa über einen Schüleraustausch, davon träumen viele Jugendliche. Zum einen tut es in dem Alter sicher gut, das Zuhause und die Familie einmal für längere Zeit hinter sich zu lassen. Zum Zweiten profitieren die Jugendlichen von den Erfahrungen mit und in einer anderen Kultur und Sprache.


Inhaltsverzeichnis

Verschiedene Möglichkeiten für das Auslandsschuljahr

  • Schüleraustausch:

Bei einem Austausch leben die Schüler in einer Gastfamilie und besuchen die Schule vor Ort. Je nach Organisation kann oder muss die Familie des deutschen Schülers im Gegenzug selbst einen Austauschschüler aus dem Ausland aufnehmen.

  • Internatsbesuch:

Wie in Deutschland kann ein deutscher Schüler auch im Ausland ein Internat besuchen. Der Internatsbesuch kann über Organisationen wie auch privat organisiert werden.

  • Workcamps:

Eine Alternative zum Auslandschuljahr sind Workcamps, wie sie zum Beispiel vom Kolpingwerk für junge Erwachsene ab 16 Jahre angeboten werden. In einem Workcamp arbeiten die Teilnehmer mehrere Wochen mit den Menschen vor Ort an einem sozialen oder ökologischen Projekt.

Das richtige Alter

Häufig wird – zumindest an Gymnasien – die elfte Klasse für ein Auslandsschuljahr genutzt. Das könnte sich mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums Richtung zehnte Klasse verschieben. Etliche Austauschorganisationen, vor allem gemeinnützige, nehmen derzeit zumindest nur die Bewerbung von Schülern an, die im geplanten Auslandschuljahr 16 Jahre alt werden und/oder dann die elfte Klasse besuchen.

Bewerbungen für ein Auslandschuljahr sollten rechtzeitig erfolgen, meist zu Beginn des vorhergehenden Schuljahres.

Ob die Schüler nach Ende des Auslandsaufenthaltes Zuhause in die nächste Klasse kommen oder hier ein Schuljahr wiederholen, ist von Fall zu Fall verschieden und hängt sowohl von der Schule als auch vom Schüler selbst ab.

Die Kosten

Die Kosten für ein Auslandschuljahr hängen von verschiedenen Faktoren ab und können sehr stark variieren.

Ein Schüleraustausch ist, selbst wenn der Name dies annehmen lässt, nicht in jedem Fall kostengünstig. Gerade Austauschorganisationen lassen sich ihre Vermittlungsdienste und Vorbereitungsseminare natürlich bezahlen.

Dazu kommen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei der Gastfamilie, bei manchen Schulen das Schulgeld, unter Umständen muss eine Schuluniform angeschafft werden, die Reise- und Visakosten, Auslandsversicherungen sowie das Taschengeld. So kann ein Auslandschuljahr schnell mit mehreren tausend Euro zu Buche schlagen

Ein Teil dieser Ausgaben kommt auch dann auf die Eltern zu, wenn sie den Austausch privat organisieren, etwa über Verwandte oder Bekannte.

Günstiger sind oft echte Austauschschuljahre, bei denen die Eltern des Austauschschülers ebenfalls einen Gastschüler aufnehmen – ob während der Zeit, in der ihr Kind im Aisland ist, oder davor beziehungsweise im Anschluss.

Stipendien

Eine weitere Möglichkeit, das Auslandschuljahr bezahlbar(er) zu machen, sind Stipendien. Sie werden zum Beispiel von der gemeinnützigen Austauschorganisationen Deutsches YOUTH FOR UNDERSTANDING Komitee e.V. angeboten oder dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm des Bundestages. Auch die örtlichen Rotary Clubs gewähren Zuschüsse für solche Auslandsaufenthalte.

Für Schüler und junge Berufstätige aus Baden-Württemberg schreibt die Landesstiftung Baden-Württemberg jährlich Stipendien für Bildungsaufenthalte im Ausland aus.

Siehe auch

Weblinks