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Ritual

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Erst Vorlesen, dann ins Bett: Rituale vermiteln Kindern Geborgenheit.
Erst Vorlesen, dann ins Bett: Rituale vermiteln Kindern Geborgenheit.
Ein Ritual ist eine wiederkehrende Handlung, die man immer wieder tut, in einer bestimmten Art und Weise. Mit Ritualen gestalten Eltern und Kinder beispielsweise ihr Familienleben. Rituale sind gerade für (kleine) Kinder wichtig, denn sie erfüllen deren Bedürfnis nach Verlässlichkeit und Geborgenheit und helfen mit das Urvertrauen zu stärken.


Inhaltsverzeichnis

Rituale im Alltag

Ein fest gelegtes Zu-Bett-Geh-Ritual (umziehen, waschen, Zähneputzen, vorlesen, ein Gute-Nacht-Lied) etwa kann gerade unruhigen, hyperaktiven oder sogenannten Schreikindern helfen, zur Ruhe zu finden, einen Rhythmus zu entwickeln.

Eine gemeinsame Mahlzeit am Tag als festes Ritual wiederum stärkt die gesamte Familie, ist Ernährungs- und Sozialerziehung gleichermaßen und unterstützt den Dialog zwischen Eltern und Kindern.

Ehepartnern wiederum gibt ein fixer Paartermin, eine feste Verabredung die Chance, ihre Partnerschaft lebendig zu halten und somit zu stärken.

Festliche Rituale

Auch für wiederkehrende Festtage wie etwa Weihnachten, Ostern, Silvester gibt es in jeder Familie Rituale. Wenn aus einem Paar eine Familie wird und beispielsweise das erste selbst gestaltete Weihnachtsfest vor der Tür steht, wird es Zeit, bisher gepflegte Traditionen der Ursprungsfamilien zu überdenken: Gefragt sind eigene Rituale. Gerade für Kinder sind solche familieneigenen Rituale wichtig, denn sie machen den Zauber dieser Tage aus. Und: Die meisten Verwandten akzeptieren, dass junge Familien eigene Traditionen etablieren, deshalb sollten Eltern sich trauen, ihre Familie in den Mittelpunkt ihrer Traditionen zu stellen.

Rituale werden von den Familien permanent bearbeitet, weiß der Erziehungswissenschaftler Christoph Wulf von der Freien Uni in Berlin. Man probiert Dinge aus, wenn sie nicht ankommen, lässt man sie im nächsten Jahr wieder weg. Eltern sollten sich also ruhig trauen, etwas vorzuschlagen und vorzuleben.

Siehe auch

Quelle

Mainpost/dpa