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Rauchmelder

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Zwei Schrauben anbringen, festdrehen und schon hängt er: Rauchmelder können Leben retten.
Zwei Schrauben anbringen, festdrehen und schon hängt er: Rauchmelder können Leben retten.
Rauchmelder kosten wenig (sie sind ab etwa 5 Euro zu haben), sind einfach anzubringen und können Leben retten. Viele Gemeinden schenken deshalb jedem Neugeborenen einen der kleinen Lebensretter. Im Landkreis Würzburg beteiligen sich beispielsweise bereits 26 der 52 Gemeinden an der Initiative "Rauchmelder für Neugeborene".


Inhaltsverzeichnis

600 Tote

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6000 werden dadurch verletzt. Die meisten Brände entstehen im Haushalt.

Um die Bevölkerung auf diese Problematik hinzuweisen und über Rauchmelder und das richtige Verhalten bei Bränden zu informieren, starten die Feuerwehren in Bayern ab September die Jahresaktion "Wir sorgen für Ihre Sicherheit – tun Sie es auch" durch.

Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen fast vier Milliarden Euro – Tendenz steigend. In 31 Prozent der Fälle werden die Brände durch Elektrizität und zu 19 Prozent durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. Durch Unwissenheit und falsches Verhalten werden in vielen Fällen die Folgen verschlimmert.

Brandursachen

Die unbeaufsichtigte Kerze, das vergessene Essen auf dem Herd, das eingeschaltete Bügeleisen, spielende Kinder, die eine Herdplatte einschalten oder einen heißen Topf vom Kochfeld ziehen, ein Raucher im Bett, Spiritus als Grillanzünder, Elektrogeräte im Standby-Betrieb sind beispielsweise die Brandursachen und Auslöser für rund 3800 Wohnungsbrände, zu denen die Feuerwehren Bayerns jährlich ausrücken müssen. Viele der rund 600 Toten könnten noch leben, wenn in der Wohnung ein Rauchmelder installiert gewesen wäre.

Unterschätzte Gefahr: Rauchentwicklung

Ein Rauchmelder schlägt Alarm, wenn es zu einer Rauchentwicklung kommt. Wertvolle Minuten können gewonnen werden, um sich in Sicherheit zu bringen. Durchschnittlich bleiben nur vier Minuten, um die Gefahrenzone zu verlassen. Bereits nach zwei Minuten kann eine Rauchgasvergiftung tödlich sein. Eine immer unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus.

Richtiges Verhalten bei Rauchentwicklung

Deshalb sollte man bei verrauchten Treppenhäusern und Korridoren im Zimmer bleiben, Türen abdichten und sich am Fenster bemerkbar machen, bis die Feuerwehr eintrifft. Ist eine Flucht durch den Rauch unumgänglich, sorgt die Fortbewegung am Boden für bessere Sicht.

Ein großes Anliegen der Feuerwehren ist es, schon im Kindergarten und im Vorschulalter, später in den Schulen auf die Gefahren des Feuers und das richtige Verhalten im Brandfall spielerisch hinzuarbeiten. Daher bieten die Feuerwehren schon lange Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen an.

Siehe auch

Quelle

Mainpost