Plötzlicher Kindstod - Risiken senken
Aus wiki.familieninsel.de
Die wichtigsten Tipps im Überblick
- Immer auf dem Rücken:
„Babys sollten vom ersten Tag an immer, auch am Tag, auf dem Rücken schlafen“, rät die Stiftung Kindergesundheit in München. Das sei die wichtigste Maßnahme für den sicheren Schlaf. Liegt das Kind auf der Seite, bestehe die Gefahr, dass es auf den Bauch rollt. Gerade für Kinder, die das nicht gewohnt sind, erhöhe sich so das Risiko.
Eltern müssten nicht fürchten, dass ihr Kind an Erbrochenem erstickt, ergänzt die BZgA. Diese Gefahr sei in allen Schlafpositionen gleich hoch.
- Eigenes Bett:
Säuglinge liegen am besten im eigenen Bett. Schlafen sie bei den Eltern, steige die Gefahr, dass sie am Plötzlichen Säuglingstod sterben, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.
„Liegt das Kind bei den Eltern, bekommt es von deren Körpern Wärme ab, so dass der kleine Körper einer übermäßigen Wärmezufuhr ausgesetzt ist“, sagt BVKJ-Vorstand Prof. Hans-Jürgen Nentwich. Überhitzung gelte als ein möglicher Faktor für den Plötzlichen Kindstod. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich das Kind in Kissen und Decken der Eltern verheddert und darin erstickt.
Eine niederländische Studie sei zu dem Ergebnis gekommen, dass das Teilen des Betts mit dem Kind bei Babys im Alter zwischen einem und zwei Monaten das Risiko für den Kindstod um den Faktor neun erhöht, so der BVKJ. Auch die BZgA rät zum eigenen Kinderbett - insbesondere, wenn ein Elternteil oder beide Raucher sind.
- Rauchfreie Umgebung:
Rauchen während der Schwangerschaft und nach der Geburt erhöht die Gefahr für den Plötzlichen Kindstod, warnt die Stiftung Kindergesundheit. Das Kind sollte auf keinen Fall in einem Raum schlafen, in dem auch geraucht wird, ergänzt die BZgA. Die Zimmertemperatur liegt am besten zwischen 16 und 18 Grad.
- Übersichtliche Schlafumgebung:
Ein Säugling braucht kein Kissen. Die Ärzte vom BVKJ raten, in den ersten zwei Lebensjahren darauf zu verzichten. Mit einem Kissen besteht der BZgA zufolge das Risiko, dass der Kopf einsinkt und es zu Überwärmung oder Atemrückstau kommt.
Am besten übernachte das Baby in einem Schlafsack, wobei der Halsumfang nicht größer als der Kopf sein darf. Eine Decke berge die Gefahr, dass das Kind darunter rutscht. Die Matratze sollte nicht dicker als zehn Zentimeter und eher fest sein, damit das Kind nicht mehr als zwei Zentimeter einsinkt.
Weblinks
- Informationen der BzgA zum Thema
- www.geps.de Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod Deutschland e.V.


