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Palmsonntag

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Blühende Palmkätzchen.
Blühende Palmkätzchen.
In der Feier des Palmsonntags fließen vielfältige Aspekte zusammen. In der Tradition der Palmprozessionen, die schon im Jahre 400 nach Christus von den Jerusalemer Christen durchgeführt wurden, klingen Elemente an, die ihren Ursprung in dem dritten großen jüdischen Wallfahrtsfest haben, dem Laubhüttenfest (Sukkoth).

Inhaltsverzeichnis

Das Freudenfest

Es ist ein Freudenfest ersten Ranges, das im Herbst sieben Tage lang gefeiert wird und an die Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israels erinnert. Zum Ausdruck der großen Freude über Gottes Rettung und Schutz und zu seinem Lobpreis wird ein Palmzweiggebinde – der Lulaw – geschwungen, wozu unablässig Hosianna gerufen wird. Gleichzeitig ziehen die Menschen in einer Prozession um die Hütte oder früher um den Jerusalemer Tempe.

Heute ist es eine Prozession um den Thora-Tisch, von dem aus die biblischen Texte vorgetragen werden. Einer dieser Texte aus dem Prophetenbuch Sacharja bezieht sich dabei auf die messianische Hoffnung des Volkes Israel und die Erlösung der ganzen Menschheit. Dort heißt es: „Dort wird der Herr König sein über die ganze Erde.”

Die Palmprozession

Die vielen Menschen, die Jesus mit ihren Palmzweigen winkend zujubeln, könnten demnach wie Jesus selbst zur Feier des Laubhüttenfestes nach Jerusalem gekommen sein. Indem die späteren Evangelientexte diese Elemente aufgreifen und versetzt mit dem Pessachfest zusammenbringen, beziehen sie die damit verbundenen Aussagen auf Jesus. Der junge Esel, auf dem Jesus reitet, hat seinen Ursprung ebenfalls in der alttestamentlichen Erwähnung bei Sacharja: „Juble laut, Tochter Zion! ... Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“

Im Mittelalter führten die Prozessionen einen rollenden, geschnitzten Esel mit sitzendem Jesus mit. Solche und ähnliche Umzüge, etwa mit echten Eseln und Jesusschauspielern, finden heute noch statt, zum Beispiel in Sizilien.

Bei den in Deutschland veranstalteten Prozessionen wird oft ein geschmücktes Kreuz vorangetragen. Die Palmzweige werden zusammengebunden. Mancherorts entstehen kunstvolle Palmbäume: Man bindet die Zweige zu großen Sträußen, windet Kränze, Herzen und Spiralen. Die beim Gottesdienst geweihten Palmbuschen stellt man daheim zur Zierde in eine Vase, hängt sie übers Bett, über ein Kreuz oder steckt sie auf Äcker und Wiesen. Sie sollen Segen bringen, vor Unglück bewahren. Sie bleiben dort bis zur nächstjährigen Palmprozession oder werden am Aschermittwoch verbrannt.

Siehe auch

Christliche Feste:

Quelle

Pressestelle Ordinariat Würzburg