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Nationaler Bildungsbericht

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Der Nationale Bildungsbericht ist eine von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)in Auftrag gegebene Studie. Er erscheint alle zwei Jahre. Sein Zweck ist, möglichst umfassend und anschaulich die aktuelle Entwicklung des Bildungswesens in Deutschland darzustellen. Von dem Bericht sollen die Entscheider in der Bildungspolitik, der Bildungsverwaltung und der Bildungspraxis wie auch die Öffentlichkeit profitieren.


Inhaltsverzeichnis

Erster Bildungsbericht

Der erste Bildungsbericht "Bildung in Deutschland. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration" wurde im Juni 2006 vorgelegt. Er lieferte Daten über die Situation des Bildungswesens in Deutschland, dessen Leistungsfähigkeit sowie über Entwicklungen im internationalen Bereich. Auslöser war das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der ersten PISA-Studie 2001. Das Schwerpunktthema war Migration.

Zweiter Bildungsbericht

Der zweite Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2008. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich I" wurde am 12. Juni 2008 vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf den Übergängen von der Grundschule zur Sekundarstufe, dann zur Ausbildung und schließlich in den Beruf.

Das Gutachten belegt unter anderem, dass es besonders Hauptschulabgänger und Schulabgänger ohne Schulabschluss in Deutschland schwer haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. Der überwiegende Teil der Hauptschüler - ob mit oder ohne Abschluss - muss nach Ende seiner Pflichtschulzeit zunächst eine Odyssee verschiedener Nachqualifizierungs- und Überbrückungsmaßnahmen durchlaufen. Dennoch haben auch 30 Monate nach Schulende 40 Prozent der Hauptschüler noch immer keinen Platz für die Berufsausbildung gefunden.

Ein weiteres Manko des deutschen Bildungssystem: Auf welche Schule ein Kind nach der Grundschule kommt, ist weiterhin stark von seiner sozialen Herkunft abhängig.

Deutlicher Handlungsbedarf zeichnet sich außerdem bei der Ausbildung und Professionalisierung des Personals sowohl im frühkindlichen als auch im schulischen Bereich ab sowie vor allem beim Ersatz qualifizierten pädagogischen Personals in allgemeinbildenden Schulen.

Der Bericht belegt aber auch, dass der Bildungsstand der Bevölkerung in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen und die Bildungsbeteiligung im internationalen Vergleich hoch ist. Rund 17 Millionen Menschen und damit über 20 Prozent der Bevölkerung haben im Schuljahr 2005/06 an einem Bildungsangebot in Kindertagesstätten, allgemeinbildenden und beruflichen Bildungsgängen oder Hochschulen teilgenommen. Knapp 25 Millionen Erwachsene nahmen an Weiterbildungsaktivitäten teil.

Die Schuleingangsphase in Deutschland wird flexibler gestaltet, dabei gibt es mehr vorzeitige Einschulungen als Zurückstellungen.

Die Übergänge in die berufliche Ausbildung und in die Hochschule sowie anschließend in den Arbeitsmarkt haben sich stark ausdifferenziert. Diese Ausweitung des Spektrums möglicher Bildungswege für Schulabgängerinnen und Schulabgänger nutzen gut Qualifizierte zur Gestaltung ihrer Bildungskarrieren. Schülerinnen und Schülern mit geringeren Qualifikationen verharren dagegen oft zu lange im ausbildungsvorbereitenden Übergangssystem, dessen Anschlussfähigkeit an die Berufsausbildung verbessert werden muss. Die Zugangswege für beruflich Qualifizierte in die Hochschule werden noch zu selten genutzt.

Siehe auch

Weblinks