Nationaler Aktionsplan Ernährung
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Das Bundeskabinett beschloss am 26. Juni 2008 den Nationalen Aktionsplan Ernährung. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) planen darin Kampagnen für gezielte Aufklärung über gesunde Ernährung, für besseres Essen in Kantinen von Betrieben, Schulen und Kindergärten sowie für mehr Sport.Ein Schulpflichtfach Ernährung ist allerdings nicht geplant, auch keine Verbote. Mit der Wirtschaft soll jedoch über einen Verzicht auf Werbung gesprochen werden, die sich an Kinder unter zwölf Jahren richtet.
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Hintergrund
In Deutschland gelten zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren als zu dick. Unter Kindern und Jugendlichen sind 15 Prozent übergewichtig oder fettleibig. Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit, warnt die Bundesregierung.
Die Kosten für Krankheiten, die durch falsche Ernährung und/oder Bewegungsmangel begünstigt werden, liegen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei rund 70 Milliarden Euro pro Jahr.
Zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans sind in den Haushalten des Bundesgesundheits- und des Bundesverbraucherministeriums in den kommenden drei Jahren jeweils 15 Millionen Euro vorgesehen.
Siehe auch
- Kinderlebensmittel
- Gesunde Ernährung
- Ernährungskreis
- Pestizide in Lebensmitteln
- Diabetes bei Kindern
- Stillen
- Pakt - Prävention durch Aktivität im Kindergarten



