Nachteil frühe Einschulung
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Nachteil frühe Einschulung: Relativ früh eingeschulte Kinder wechseln seltener auf ein Gymnasium. Das haben Untersuchungen des ZEW (Zentrum für Europäische Wirschaftsforschung) in Zusammenarbeit mit der Universität Hannover ergeben.
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Kann-Kinder haben häufiger Probleme
Ziel der Forschungsarbeiten war es, eine empirisch gesicherte Aussage darüber zu treffen, wie sich das Alter bei der Einschulung auf die weitere Bildungskarriere der Kinder auswirkt. Dafür wurden mehrere umfangreiche Schülerdatensätze ausgewertet.
Die Untersuchungen belegen, dass sogenannte Kann-Kinder, die auf Grund von Stichtagsregelungen früh eingeschult werden, am Ende der Grundschulzeit im Durchschnitt deutlich schlechter abschneiden als ihre älteren Mitschülerinnen und Mitschüler.
Das wirkt sich auf den Übergang in eine weiterführende Schule aus: Die Wahrscheinlichkeit für die jüngeren Kinder, nach der Grundschule auf das Gymnasium zu wechseln, ist um ein Drittel verringert gegenüber den Älteren.
Jüngere holen später auf
Eine andere Studie des ZEW, die 2010 veröffentlicht werden wird, weist nach, dass die früher Eingeschulten immerhin später etwas aufholen. Nach der zehnten Klasse wechseln sie häufig von einer niedrigeren Schulform auf ein berufliches Gymnasium oder eine Fachoberschule, um über diese Wege einen höheren Schulabschluss zu erwerben. Dadurch kann sich der anfängliche Effekt auf die Bildungsergebnisse neutralisieren.
Dennoch: Dass die Früheingeschulten zunächst seltener auf das Gymnasium gehen und erst später auf eine entsprechende Schulform wechseln, belegt, dass hier einer Gruppe eigentlich geeigneter Kinder auf Grund ihres relativen Alters für mehrere Jahre der Zugang zum Gymnasium erschwert wird.
Individuelle Unterschiede fordern Eltern und Lehrer
Die Wissenschaftler betonen, dass die Ergebnisse ihrer Studien aber nicht per se gegen ein frühes institutionalisiertes Lernen sprechen. Auch wird es immer einzelne Kinder geben, die trotz früher Einschulung Überflieger werden und solche, die Schwierigkeiten in der Schule haben, obwohl sie spät eingeschult wurden. Hier bleibt es die Aufgabe von Eltern und Erziehenden, die persönliche Entwicklung der Kinder genau zu beobachten.
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