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Nachhilfe

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Nachhilfe ist kein Wundermittel.
Nachhilfe ist kein Wundermittel.
Nachhilfe scheint für viele Eltern und Schüler ein Rettungsanker zu sein, wenn die Leistung in der Schule absackt. Doch nicht jeder Nachhilfeunterricht führt automatisch auch zu besseren Noten. Damit Nachhilfe hilft, müssen die Defizite aber überschaubar sein. Wer gleich in vier oder fünf Fächern Probleme oder ganz den Anschluss verloren hat, muss möglicherweise über das Wiederholen der Klasse nachdenken.


Inhaltsverzeichnis

Gespräch mit dem Lehrer

Zuerst sollte daher das Gespräch mit dem Lehrer gesucht werden, empfehlen Experten. Denn der weiß am besten, woran es hapert.

Ist die Entscheidung für die Extraschichten gefallen, stellen sich gleich weitere Fragen: Möchte ich meine Lücken lieber in einem Nachhilfeinstitut oder mit der Hilfe eines älteren Schülers oder Studenten aufarbeiten? Der wesentliche Unterschied ist, dass die Institute meist Gruppenunterricht anbieten - in der Regel lernen drei bis fünf Schüler zusammen. Private Nachhilfelehrer kommen dagegen meist zum Schüler nach Hause und helfen ihm alleine.

"Ausprobieren" lautet in dieser Frage der Ratschlag der Stiftung Warentest in Berlin. Nachhilfe bringt nur etwas, wenn man sich in der Atmosphäre wohl fühlt. Seriöse Institute lassen in der Regel zwei Schnupperbesuche zu. Aber auch bei privat organisierten Lehrern sollte man nach Probeunterricht fragen.

Private Nachhilfe

Einen ältere Schüler oder Studenten für die Nachhilfe zu engagieren hat vor allem für schüchteren Schüler oft Vorteile. Sie trauen sich dann eher, auch scheinbar dumme Fragen zu stellen - und genau die sind es oft, die den berühmten Knoten zum Platzen bringen."

Kann der Lehrer niemanden vermitteln, sollten sich Jungs und Mädchen, die Nachhilfe brauchen, auch bei Klassenkameraden oder anderen Schülern umhören, rät Falk Murko.

Professionelle Nachhilfe

Wer dem Nachhilfelehrer nicht allein gegenüber sitzen will, ist bei professionellen Anbietern besser aufgehoben. Den Unterricht dort geben etwa Studenten höherer Semester oder Ingenieure, wenn es zum Beispiel um Mathematik geht. Die Institute mit den meisten Filialen in Deutschland heißen "Studienkreis" und "Schülerhilfe". Wer dort Nachhilfe nimmt, kommt meistens zweimal die Woche für jeweils 90 Minuten. Die Verträge werden meist über ein halbes Jahr abgeschlossen. Erst nach diesem Zeitraum sei es realistisch, eine merkliche Verbesserung der Noten zu beobachten.

Die Kosten

Die Preise unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter und fallen auch im bundesweiten Vergleich unterschiedlich aus. Im Schnitt kostet eine Doppelstunde bei den Profis ab etwa 16 Euro.

Private Nachhilfelehrer lassen sich in der Regel je nach Qualifikation bezahlen. Schüler und Studenten nehmen meist um die zehn Euro für eine Stunde.

Ob beim Superhirn aus der höheren Jahrgangsstufe oder beim Institut - wer Nachhilfe nimmt, muss das selbst wollen und nicht nur dem Drängen der Eltern nachgeben. Andernfalls bringen die Extraschichten meist nichts. Aber mit den ersten Erfolgen kommt meist auch die Lust zurück.Und dann macht Schule insgesamt auch mehr Spaß.

Siehe auch

Schularten:

Weblinks