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Mittelschule

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Hauptschulen sollen zum Auslaufmodell und durch Mittelschulen ersetzt werden.
Hauptschulen sollen zum Auslaufmodell und durch Mittelschulen ersetzt werden.
In Bayern sollen sich künftig die Hauptschulen flächendeckend zu Mittelschulen weiterentwickeln - einzeln oder in Schulverbünden. Mit dem neuen Namen sollen neue inhaltliche Schwerpunkte einhergehen.


Inhaltsverzeichnis

Prominente Unterstützung

FC Bayern-Manager Uli Hoeneß (hier mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle) ist Pate der bayerischen Schulreform. Bild: froggypress.de
FC Bayern-Manager Uli Hoeneß (hier mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle) ist Pate der bayerischen Schulreform. Bild: froggypress.de
Pate der bayerischen Hauptschulreform ist Uli Hoeneß, Manager von FC Bayern-München. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, in der Schule Teamwork und Mannschaftsgeist zu vermitteln. Das kann die Schule in besonderer Weise leisten“, sagte der Bayern-Manager am 13. Juli beim Schulkongress. Dort wurde der Startschuss für die bayerische „Mittelschule“ gegeben.

"Wir müssen alles tun, um in eine gute Bildung unserer jungen Leute zu investieren", sagte Hoeneß weiter. Mit einer umfassenden Ausbildung könne man viel erreichen - sowohl im Sport als auch im Beruf.


Das Bildungsangebot

"Mittelschule" darf sich eine Hauptschule nur dann nennen, wenn sie ihren Schülern folgendes Bildungsangebot unterbreitet:

  • die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales,
  • ein Ganztagsangebot,
  • eine ausgestaltete Kooperation mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur,
  • einen mittleren Bildungsabschluss auf dem Niveau von Wirtschafts- und Realschulen
  • die zusätzliche modulare/individuelle Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips sowie
  • Angebote der Sozialen Arbeit bzw. von Förderlehrern.

"Es ist nicht mein Ziel, nur das ‚Türschild’ an den Hauptschulen zu verändern: Mit dem neuen Namen gehen neue inhaltliche Schwerpunkte einher. Er dokumentiert auch einen neuen Anspruch", sagte Kultusminister Spaenle [wann und wo???].

Berufliche Orientierung als Alleinstellungsmerkmal

Zentrale Elemente der künftigen Mittelschule seien mehr berufliche Orientierung und mehr individuelle Förderung. Die berufliche Orientierung soll das Alleinstellungsmerkmal der Haupt- und Mittelschule darstellen. Für die vertiefte Berufsorientierung investiert der Freistaat zusätzlich rund 6 Millionen Euro pro Jahr. 80 Lehrkräfte sollen sich künftig auf Landesebene der Vernetzung der Hauptschulen mit der Wirtschaft widmen.

Förder- und Abschlussangebot

Auch die begabungsgerechte individuelle Förderung soll ausgebaut werden. Verstärkt wird insbesondere die Förderung der Schüler in Deutsch, Englisch und Mathematik, ist vorgesehen. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 erfolgt sie im Klassenverband als modulare Förderung; in den Jahrgangsstufen 7 und 8 über zusätzliche Differenzierungsstunden und in den Jahrgangsstufen 9 und 10 über eigene Klassen.

Anknüpfend an die Förderung der Schüler auf unterschiedlichen Niveaustufen will die Mittelschule ein differenziertes Abschlussangebot anbieten. Nach dem Konzept des Bildungsministeriums können die Schüler neben dem neuen Praxisklassenabschluss, der einen theorieentlasteten Zuschnitt erhält, und dem erfolgreichen und qualifizierenden Hauptschulabschluss auch einen neuen mittleren Bildungsabschluss ablegen. Dieser sei dem Niveau von Wirtschafts- oder Realschule vergleichbar.

Schulverbünde

Die Mittelschule muss das breit gefächerte Bildungsangebot garantieren. Schulen, die das nicht allein gewährleisten können, wird die Möglichkeit eröffnet, in Schulverbünden zusammenzuarbeiten: Im Verbund haben kleinere Hauptschulen Zukunft. Die Schulverbünde erhalten mehr Gestaltungsspielraum und verfügen über ein Stundenbudget, das sie eigenverantwortlich einsetzen.

Siehe auch

Quelle

bildungsklick