Laufrad
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Immer mehr Kinder flitzen auf den Gefährten herum, die eine Mischung aus Roller und Fahrrad sind. Die Optik der Laufräder reicht vom edlen Alumodell bis zum Mini-Holz-Motorrad. Bei der Ausstattung gilt aber: Weniger ist mehr.
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Holz oder Metall?
Eltern stehen beim Kauf zunächst vor der Frage: Holz oder Metall? Laufräder aus Stahl oder Aluminium können im Regen stehen, ohne dass viel passiert. Die Modelle aus Holz seien außerdem in der Regel etwas teurer, sagt Martin Hofmann von der Stiftung Warentest in Berlin, die Laufräder getestet hat. Bei der Stabilität gebe es dagegen keine großen Unterschiede.
Metallräder gibt es in Rosa und Hellblau, mit Motiven von Ernie und Bert oder den Wilden Kerlen. Klassische Holzräder kommen meist im schlichteren Design daher. Da schon kleine Jungs von großen Maschinen träumen - oder Väter das zumindest glauben -, gibt es auch Laufräder im Motorrad-Design: Beim britischen Hersteller Kiddimoto ähnelt das Laufrad einer Rennmaschine - Auspuff inklusive.
Sattel und Räder
Bei der Ausstattung setzen die Hersteller auf unterschiedliche Details. Kettler stattet seine Modelle zum Beispiel mit einem extralangen Sattel aus, auf dem Kinder beim Fahren herumrutschen können. Puky legt Wert auf einen tieferen Einstieg: Ein Trittbrett soll beim Fahren zu Balanceübungen animieren.
Nachdem die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von Laufrädern Schadstoffe in Reifen, Griffen und Sitzbezügen bemängelte, haben viele Hersteller reagiert. Eltern können jetzt häufig schadstoffarme Vollgummireifen auswählen. Für Sitze gibt es spezielle Bezüge.
Bremsen, Klingel, Ständer?
Manche Hersteller statten ihre Laufräder mit Bremsen aus. Davon sollten Eltern aber besser die Finger lassen, rät Reinhard Liebisch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden. Die kleinen Fahranfänger seien mit der Bremse völlig überfordert. Sie stoppen mit den Füßen, weshalb der Sattel nur so hoch eingestellt werden sollte, dass die Kinder noch stehen können. Außerdem sollten sie beim Fahren Schuhe tragen.
Auch auf Klingel und Ständer kann getrost verzichtet werden. Kinder nutzten die Glocke nur zum Spaß und nicht zur Warnung, erläutert die Stiftung Warentest. Da sie sich bei einem Sturz an der Klingel verletzen können, werde sie besser abmontiert. Die Mädchen und Jungen nutzten auch keine Ständer. Sie legten die Räder einfach ab - was ihnen später das Aufsteigen erleichtert.
Lenker
Bei einigen Laufrädern hat der Lenker eine Einschlagbegrenzung. Sie soll verhindern, dass Kinder den Lenker zu stark herumreißen und stürzen. Der Nachteil: Die Mädchen und Jungen können laut Stiftung Warentest damit keine engen Kurven fahren. Bei einem Sturz steht der Lenker außerdem hoch, was zu Verletzungen führen kann.
Gut für die Geschicklichkeit
Generell sind Experten von Laufrädern überzeugt. Schließlich ist es für ein Kind ein großes Erlebnis zu merken, dass es auf einmal viel schneller vorankommt. Zudem schulen Laufräder die Koordination und das Gleichgewichtsvermögen, so dass Kinder in der Regel problemlos vom Laufrad auf ein Fahrrad umsteigen können.
Quelle
dpa/Main-Post


