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Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2009

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In Deutschland gibt es Nachholbedarf in Sachen Kleinkindbetreuung.
In Deutschland gibt es Nachholbedarf in Sachen Kleinkindbetreuung.
Der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder im Alter unter drei Jahren kommt in Westdeutschland nur schleppend voran. Das geht aus dem Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2009 der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh hervor.


Inhaltsverzeichnis

Große regionale Unterschiede

Demnach müssten die westdeutschen Bundesländer ihr bisheriges Ausbau-Tempo verdoppeln, wenn sie das Ziel des Kinderförderungsgesetzes noch erreichen wollen. Danach soll es dort bis zum Jahr 2013 Angebote für 35 Prozent der unter Dreijährigen geben.

Nach dem „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2009“ ist der Ausbau am besten fortgeschritten in Hamburg (22,9 Prozent). Schlusslichter sind Niedersachsen (9,2) und Nordrhein-Westfalen (9,4).

Große Qualitätsunterschiede

Die Untersuchung machte auch Qualitätsunterschiede bei den Gruppenarten aus - vor allem hinsichtlich des Personalschlüssels. Dabei wird erfasst, wie viele ganztags betreute Kinder auf eine Vollzeitkraft kommen. Dieser Schlüssel sei am ungünstigsten bei der Betreuung von Zweijährigen: Im Bundesdurchschnitt kümmert sich eine Vollzeitbetreuerin um 9,3 Kinder. Die Stiftung empfiehlt bei unter Dreijährigen ein Verhältnis von 1 zu 3 - auf EU-Ebene wir ein Schlüssel von 1:4 als ideal angesehen.

Während in Ostdeutschland lediglich sechs Prozent der betreuten unter Dreijährigen in solchen Gruppen sind, sind es im Westen 25 Prozent. „Der Ausbau im Westen darf nicht auf Kosten der Qualität gehen, indem man einfach Kindergartengruppen für Zweijährige öffnet und den größeren Betreuungsbedarf der ganz Kleinen ignoriert“, sagte Vorstandsmitglied Jörg Dräger.

Siehe auch

Weblinks

Quelle

dpa