Kopfläuse
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Kopfläuse treten vor allem im Spätsommer und Herbst, zunehmend aber auch im Sommer auf. Die flügellosen Parasiten mit dem lateinischen Namen Pediculosis capitis übertragen zwar keine Krankheiten. Doch sie verursachen Juckreiz und verbreiten sich extrem schnell. Wer sie einmal hat, sollte die Plage also schnellstmöglich bekämpfen.Jeder kann Kopfläuse bekommen. Ob die Haare frisch gewaschen sind, interessiert die Tiere genauso wenig wie die Hygiene im Haushalt. Weil das viel zu wenig bekannt, ist wird Läusebefall viel zu häufig schamhaft verschwiegen.
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Vor allem Kinder sind betroffen
Kopfläuse treten vor allem bei Kindern auf, weil diese sich körperlich viel näher kommen als Erwachsene. Eltern sind bei Befall verpflichtet, die Kita oder Schule zu informieren. Diese muss dann das Gesundheitsamt benachrichtigen. Nach den 2006 gemeldeten Fällen waren fünf Prozent aller Mädchen und zwei Prozent aller Jungen im Grundschulalter betroffen. Erwachsene werden, wenn überhaupt, meist über ihre Kinder infiziert.
Bei den ersten Stichen haben die Läuse leichtes Spiel. Erst ihre Speichel- und Kotallergene reizen zum Jucken - und das kann manchmal erst zwei Wochen nach Befallsbeginn sein. Juckreiz ist also kein verlässliches Früherkennungszeichen.
Umso wichtiger ist es, im Verdachtsfall - etwa wenn Spielkameraden infiziert sind - sofort den Kopf systematisch zu untersuchen. Dazu werden die Haare mit Wasser und einer ganz normalen Haarspülung angefeuchtet und mit einem feingezinkten Nissen- oder Läusekamm aus der Apotheke Strähne für Strähne ausgekämmt. Der Kamm wird am besten sorgfältig auf einem hellen Handtuch abgestreift. Das Auskämmen ist damit sowohl Diagnose als auch der erste Schritt der Bekämpfung. Die Chancen, dass Kopfläuse allein durch Auskämmen bekämpft werden können, stehen 50 zu 50.
Chemische Mittel helfen
Daher sollte schnellstmöglich eine Behandlung mit einem chemischen Bekämpfungsmittel folgen. Diese Mittel arbeiten nach zwei unterschiedlichen Wirkprinzipien: Einige schädigen das Nervensystem der Laus, andere verstopfen deren Atemwege.
Um vorsorglich mögliche Übertragungswege zu unterbrechen, sollten Gegenstände wie Kämme und Haarbürsten in heißer Seifenlösung gereinigt werden. Schlafanzüge und Bettwäsche, Handtücher und Leibwäsche können normal gewaschen, Kopfbedeckungen und Schals für drei Tage in einer Plastiktüte aufbewahrt werden. Insektizid-Sprays sind nicht nötig.
Siehe auch
Weblinks
Offizielle Seite der Deutschen Pediculosis Gesellschaft



