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Konzentration ohne Pillen

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Bewegung an frischer Luft, die richtige Arbeitshaltung und wenig Stress fördern die Konzentration besser als Pillen.
Bewegung an frischer Luft, die richtige Arbeitshaltung und wenig Stress fördern die Konzentration besser als Pillen.
Konzentration ohne Pillen sollte das erste Ziel von Eltern für ihre Kinder sein. Haben Schüler Probleme mit der Konzentration, sollten Eltern nicht gleich beim Arzt um Medikamente bitten. "Konzentration aus dem Medikamentenschrank ist gefährlich", betont der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).Die Devise: "Entspannen statt Pillen schlucken", führe besser zum Ziel.

Gerade nach den Zwischenzeugnissen haben Eltern oft Angst, die Kinder könnten am Jahresende wegen fehlender Konzentration ein schlechtes Zeugnis bekommen. So unrecht haben sie da nicht. Tatsächlich kann mangelhafte Konzentration selbst aus begabten Schülern Schulversager machen. Aber, und das ist die gute Nachricht: "Konzentration ist lernbar", sagt Sprecher Josef Kahl.

Das funktioniert allerdings nicht über Aufforderungen wie etwa "nun konzentrier' dich endlich!". Vielmehr ist Konzentration laut BVKJ das Ergebnis einer richtigen Mischung aus Motivation, Selbstorganisation und Lerntechniken.

Hier sind vor allem die Eltern gefragt, ihren Kindern das nötige Rüstzeug mitzugeben: Sie sollten ihre Kinder in den Grundschuljahren täglich bei den Aufgaben betreuen und ihnen bei der Entwicklung einer guten Arbeitshaltung helfen.

Wichtig außerdem: Eine ruhige, reizarme Lernumgebung, keine Ablenkung durch Handy, IPod, Fernsehen oder Spielkonsolen, genug Schlaf. Auch Freizeitstress wirkt störend. Bewegung an der frischen Luft hingegen ist ein guter Ausgleich und "macht auch klug". Das hätten neurowissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, so die Ärzte.

Erst wenn alle das nicht hilft und die Kinder immer noch unkonzentriert, fahrig und zappelig bleiben, sollten Eltern in die Kinderarztpraxis kommen.

Siehe auch

Quelle

NewsletterKinder- und Jugendärzte/dpa