Kinder vor Kälte schützen
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Kinder vor Kälte schützen: Schnee und selbst Kälte halten Kinder normalerweise nicht davon ab, draußen zu spielen. Warum auch? Ein paar Vorsichtsmaßnahmen können dennoch angebracht sein.
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Unterkühlung vorbeugen
Draußen spielende Kinder merken häufig nicht, wenn es zu kalt wird. Deswegen müssen ihre Eltern sie rechtzeitig ins Warme holen, sagte Kersten Enke, Schulleiter der Johanniter-Akademie in Hannover, einer Einrichtung der Johanniter-Unfall-Hilfe. Sonst könne es passieren, dass sich die Kinder unterkühlen.
Zeichen für Unterkühlung sind Zittern, Gänsehaut, eine blasse, kalte Haut und bläuliche Lippen. Dann sollten sich die Kinder in einem warmen, aber nicht überhitzten Raum aufwärmen - am besten in eine Decke gehüllt. Heiße, gezuckerte Getränke helfen ebenfalls.
Gefahr droht aber erst dann, wenn ein Kind apathisch wird oder das Bewusstsein verliert. Dann gehört es in die stabile Seitenlage und sollte nur noch mit einer Decke gewärmt werden, sagte Enke. Wichtig sei es dann, sofort den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 zu rufen. Bei einer Unterkühlung ist der gesamte Körper betroffen. Es bestehe die Gefahr, dass die Körpertemperatur so stark absinkt, dass es zu einem Kälteschock kommt.
Die richtige Kleidung
Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine angemessene Kleidung wichtig. Allerdings müssten Eltern ihren Nachwuchs nicht so einpacken, dass er einer Kugel gleicht. Leichte, wärmende Skiunterwäsche unter Shirt, Pulli und Jacke halte ebenfalls warm und ermöglichen den Kindern, sich gut zu bewegen. In die Schuhe – am besten warme Winterstiefel - gehören Thermosohlen.
Ohrringe herausnehmen
Bei sehr kalten Temperaturen nehmen Eltern ihren Kindern besser die Ohrringe heraus. Anderenfalls drohten an den Hautpartien um die Löcher Erfrierungen. Davor warnt Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein in Düsseldorf.
Die Haut schützen
Wenn ein Baby oder Kleinkind bei einem Winter-Spaziergang Kälte und Frost ausgesetzt wird, verliert seine Haut Feuchtigkeit. Das beste Hilfsmittel gegen den Flüssigkeitsverlust ist das Auftragen von Fettcremes. Das rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Damit werde ausgeglichen, dass Babyhaut im Vergleich zu der von Erwachsenen eine größere Menge an Wasser und weniger schützendes Fett enthält. Fegeler empfiehlt außerdem, dem Baby die Feuchtigkeit anschließend mit warmem Tee zurückzugeben.
Achtung bei langen Spaziergängen
Aufpassen müssen Eltern auch, wenn sie einen Säugling bei Minusgraden im Kinderwagen spazieren fahren. Dann sollten sie ihn sehr gut mit Decken und Kleidung warmhalten, denn bei Babys fällt es weit weniger auf, wenn sie auskühlen und apathisch werden.
Allerdings ist Kälte laut Fegeler für Babys generell bis zu Temperaturen von minus 15 Grad nicht besonders gefährlich. Bei tieferen Werten sollten Eltern allerdings nur für kurze Zeit mit dem Kleinkind nach draußen gehen.
Quelle
dpa


