Jumpstyle
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Jumps, Moves und Taps
Weite Sporthosen tragen sie, Chucks und Muskelshirts. «Jumpt euch schon mal ein», fordert Trainerin Anke Herzog die Truppe auf. Schon dröhnen laute Techno-Beats durch den Saal - etwa 140 bpm (beats per minute), mehr als zwei Bassschläge pro Sekunde, von denen so viele wie möglich jetzt betanzt werden.
„Jumper“ haben Einzug in die Tanzschulen gehalten. Sie hüpfen wild zu bunten Lichtern, die von der Decke strahlen. Im Wechsel schmeißen sie ihre Beine vor und zurück, berühren nur noch selten mit beiden Füßen den Boden. Jumpen, also springen, schnell noch ein „Tap“ - nur die Fußspitze aufgesetzt - wieder hüpfen, dann den rechten Fuß hinter das linke Bein gekreuzt, drehen - natürlich in der Luft und bei konstantem Tempo.
Kreativ zur Deutschen Meisterschaft
Gefragt sind immer mehr neue Schritte und Stile zum Austauschen und Abgucken. "Manchmal erkenne ich meine Schritte bei anderen", sagt Jumper Carsten stolz. Auch in der Tanzschule drehen sich die Jüngeren neugierig zu ihm um, wenn er seine „Moves“ aufs Parkett hüpft. Der 16-Jährige betreibt den Kreativ-Tanz seit mehr als einem Jahr.
Wenn es aber um Turniere geht, ist nicht mehr alles gehopst wie gesprungen: Ausdruck und Akrobatik, Rhythmus und Raumpräsenz sind einige Kriterien, nach denen Carstens Jumpen am 14. Februar in Hannover bewertet werden wird, wenn dort die zweite Deutsche Meisterschaft im „Jumpstyle“ stattfindet. Carsten wird ein Solo tanzen, aber auch als Duo oder Formationen kann man starten - genauso schnell, aber synchron oder spiegelverkehrt und so noch schwieriger.


