INTAKT - Internetplattform für Eltern von Kindern mit Behinderung
Aus wiki.familieninsel.de
INTAKT ist eine Internetplattform für Eltern von Kindern mit Behinderung. Sie wurde ins Leben gerufen, um Familien, die mit einem Kind mit Behinderung leben, Unterstützung für ihren Alltag zu geben. Wenn Eltern also Fragen rund um ihr Kind haben, so sind sie bei uns goldrichtig, egal ob ihr Kind gerade erst auf die Welt gekommen oder bereits erwachsen ist. Das Motto der Plattform: Wir helfen Eltern und Familien sich selbst zu helfen.
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Das Projekt
Die Situation einer Familie ändert sich mit der Geburt eines behinderten Kindes schlagartig. Familien erfahren, wie schwierig es zum Teil ist, Hilfen für den Alltag zu bekommen.
Zwar gibt es ein staatliches System, das helfen soll, doch sich da auszukennen, bereitet vielen Eltern – zu Recht – einige Schwierigkeiten. Es gibt eine Menge staatlicher Hilfen und Vergünstigungen und die verschiedensten Ansprechpartner für verschiedenste Belange.
Die Motivation des Familienbunds der Katholiken in der Diözese Würzburg waren die Klagen von Eltern, dass dieses Sozialsystem ihnen oft wie ein Dschungel erscheint, durch den sie sich regelrecht durchkämpfen müssen, obwohl sie ihre Energie nötiger für ihre Familie einsetzen möchten. Unsere Reaktion darauf ist INTAKT - eine vom bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen geförderte Internetplattform für Eltern von Kindern mit Behinderung.
IN von INformation
Wir haben versucht, möglichst viele relevante Informationen zusammenzutragen und so aufzubereiten, dass man sie auch verstehen kann. Gesetzestexte sind natürlich öffentlich verfügbar, doch wer schon einmal versucht hat, sich z. B. durch das Sozialgesetzbuch IX zu kämpfen, weiß, wie schwer es oft ist, die juristischen Formulierungen auf das eigene Leben umzusetzen. Deshalb geben wir in unserer Rubrik „Mein Recht" klare Antworten auf alltägliche Fragen und weisen auf Möglichkeiten der Unterstützung hin, die vielleicht noch nicht jeder kennt.
Dabei haben wir uns bewusst vor Augen gehalten, was im Laufe des Lebens für einen Menschen mit Behinderung relevant wird. So beginnen die Informationen bereits vor der Geburt mit Angaben über Hilfen, wenn bei der Schwangerschaftsdiagnostik eine mögliche Behinderung festgestellt wird.
Weiter gibt es Beiträge über Frühförderung, Integration im Kindergarten und der Schule und z.B. auch über die besonderen Belange von Geschwistern von Kindern mit Behinderung. Irgendwann wird die Frage nach den Möglichkeiten des Wohnens außerhalb des Elternhauses interessant oder der bevorstehende Eintritt ins Berufsleben sowie die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wie sieht es mit der Grundsicherung aus? Welche Möglichkeiten der Entlastung gibt es für die Familie? Wie und wo muss ich Leistungen aus der Pflegeversicherung beantragen? All dies sind Fragen, die auf unseren Seiten kurz, bündig und verständlich beantwortet werden.
Außerdem verfügt INTAKT über eine bayernweite Adressdatenbank mit allen Anlaufstellen (rund 4.900 Datensätze) für Eltern behinderter und chronisch kranker Menschen. Diese sind nach Rubriken sowie Einzugsgebiet durchsuchbar und ermöglichen so das schnelle Auffinden wichtiger Adressen.
TAKT von KonTAKT
Die Aufgabe, die uns eigentlich noch wichtiger erscheint, besteht darin, betroffene Eltern mit anderen Eltern in Kontakt zu bringen. Warum? Es gibt doch kaum ein Problem, das andere Eltern nicht schon gehabt und wahrscheinlich auch gelöst haben. Wer seit einigen Jahren ein behindertes Kind hat, der ist „ein Profi"! Warum sollten diese Eltern nicht anderen Eltern weiterhelfen, denen es ähnlich geht?
Selbsthilfegruppen oder Elternkreise können Ähnliches bieten. Das ist gut so, doch was macht derjenige, der auf dem Land wohnt, wo erfahrungsgemäß die Selbsthilfe nicht so gut ausgebaut ist? Manche Eltern kommen vielleicht aufgrund eines hohen Pflegeaufwands und/oder weil sie alleinerziehend sind wenig aus dem Haus? Das ist mit ein Grund dafür, warum wir unser großes Internet-Forum installiert haben. Dort können Tag und Nacht Fragen rund um Behinderung gestellt werden. Deshalb ist das Forum von INTAKT letztlich so etwas wie eine „virtuelle Selbsthilfegruppe", die in manchen Teilen noch etwas mehr bietet als die Selbsthilfegruppe vor Ort, einfach weil sie so groß ist.
Außerdem betreiben wir noch einen Chat-Raum, in dem sich jede Woche Eltern und Geschwister behinderter Kinder treffen und austauschen.[[category:Familienbildung] ]


