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Hochbegabung

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Hochbegabung
Hochbegabung
Wissen Lehrer eigentlich, mit welchen Anreizen und Angeboten besonders begabte Kinder gefördert werden können, gibt es ausreichend Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder mit Hochbegabung? Europaweit nicht. Das Würzburger Deutschhaus-Gymnasium mit der Hochbegabtenklasse erarbeitet in einem EU-Projekt jetzt Konzepte.


Inhaltsverzeichnis

LeGel - Lebensgestaltendes Lernen

Drei Jahre lang hatte sich das Würzburger Deutschhaus-Gymnasium zusammen mit Partnerschulen aus Bratislava, Budapest und Wien mit "Lebensgestaltendem Lernen", kurz LeGel, beschäftigt. Es ging in dem gemeinsamen Projekt darum, Lernbedingungen und Angebote für besonders begabte und hochbegabte Schüler zu entwickeln, ihnen eine ganzheitliche Beschäftigung mit Themen zu ermöglichen. Die EU hatte die vier Schulen finanziell unterstützt – in seinem Comenius-Programm.

Als vor zwei Jahren das Projekt abgeschlossen war, seien sich in Wien und Würzburg, Bratislava und Budapest alle klar gewesen, ohne gute Lehrerausbildung kommt man in der Begabtenförderung nicht weiter. Auch der Direktor des Deutschhaus-Gymnasiums, Armin Hackl, weiß das.

Bessere Begabtenförderung

An den Schulen gute Anreize für Hochbegabte zu schaffen, das sei nur die eine Seite. Die andere Seite: Noch immer ist in der Lehrerausbildung die Begabtenförderung kein Thema. Es gibt hierfür zu wenig kompetente Pädagogen.

Projekt eVOCATION

Hackl schrieb – zusammen mit Gabriele Weigand, der ehemaligen Deutschhaus-Lehrerin, die heute Professorin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ist – einen weiteren Antrag für das Comenius-Programm. Mit Erfolg: Im Projekt "eVOCATIOn" wird das Deutschhaus-Gymnasium in den nächsten Jahren gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Schulen und mehreren Hochschulen ein Weiterbildungsprogramm für begabungsfördernde Lehrer entwickeln. Insgesamt 279.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Es geht nicht nur um IQ-Fragen

Die Teilnehmer im Comenius-Projekt wollen keinen Mathe-Unterricht entwickeln, der Hochbegabte zu Zahlenkünstlern macht. Sie verstehen Begabungsförderung als "Förderung von Persönlichkeiten, die Verantwortung für sich und für die Gesellschaft übernehmen".

Wie diese unterschiedlichen Begabungen erkannt, gefördert und begleitet werden können – dafür wollen die Schulen und Hochschulen nun Fortbildungskonzepte und flexible Leitfäden für Lehrer erarbeiten.

Schön am Projekt sei, dass die Schulen nicht nur als Datenbank für die Wissenschaft dienen. Die Lehrer des Deutschhaus-Gymnasiums und der anderen Schulen bringen all ihre Erfahrungen und Ideen in das entstehende Weiterbildungsprogramm ein. Und Hackl ist überzeugt, dass die Fähigkeiten der Lehrer, Talente zu fördern, später nicht nur den besonders begabten Schülern zu gute kommen, sondern allen Kindern.

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