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Help the Oma

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Mit der Kampagne «Help the Oma» will die Diakonie Frankfurt Menschen für ein Ehrenamt begeistern. (Bild: helptheoma.de)
Mit der Kampagne «Help the Oma» will die Diakonie Frankfurt Menschen für ein Ehrenamt begeistern. (Bild: helptheoma.de)
Help the Oma: Oma Maria betritt mit ihrem voll beladenen Einkaufswägelchen einen Zebrastreifen an der Frankfurter Hauptwache. Plötzlich rutscht ihr der Trolly aus der Hand, kippt um, und die Apfelsinen kullern über die Straße. Einige Passanten gehen achtlos vorbei, andere helfen der alten Frau, ihre Lebensmittel einzusammeln. „So Leute wie Sie brauchen wir“, sagt die Seniorin und drückt den Helfern einen Flyer in die Hand. Oma Maria ist ein Lockvogel. Sie unterstützt die Diakonie Frankfurt dabei, für das Ehrenamt zu werben.


Inhaltsverzeichnis

Ehrenamtkampagne

„Help the Oma“ lautet der Titel der Kampagne mit ihren vier Lockvogel-Filmchen, die sich die Werbeagentur Saatchi & Saatchi ausgedacht hat. Ehrenamtlich, wie die Diakonie versichert. Dafür könnten die Werber die Filme für internationale Auszeichnungen einreichen.

Die Diakonie will mit der Aktion auf das Ehrenamt aufmerksam machen und Ehrenamtliche gewinnen. Die Filmchen und den Hintergrund dazu zeigt sie seit Anfang Februar 2010 im Internet.

Ziel: Mehr Freiwillige mobilisieren

„Wir wollen auch auf die Lebenssituation älterer Menschen hinweisen, die den Alltag oft mit viel Weisheit betrachten“, sagt der Frankfurter Diakonie-Sprecher, Jörn Dietze. Seine Organisation beschäftige rund 300 haupt- und 400 ehrenamtliche Mitarbeiter in mehr als 50 Einrichtungen der Stadt.

„Die Telefon-Seelsorge, die Bahnhofsmission und die Notfall-Seelsorge funktionieren nur 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, weil sie von Ehrenamtlichen getragen werden“, sagt Frase. Bei der Werbung für diese müsse man behutsam vorgehen. Die Ehrenamtlichen der Diakonie engagierten sich beispielsweise auch in der Obdachlosenarbeit, im Hospiz, für Frauen in schwierigen Lebenslagen und als Vorleser für ältere Menschen.

Werbung mit Wirkung

Manche, die den Omas geholfen haben, Obst einzusammeln, einen Fahrschein zu ziehen und den Rollator eine Treppe hoch zu schleppen, reagierten verwundert, als sie den Werbe-Flyer der Diakonie in die Hand gedrückt bekamen.

Unmut oder gar Kritik an der Aktion gebe es aber nicht, sagt Frase erleichtert. „Die drei alten Damen haben einfach eine sehr positive Ausstrahlung“, nennt er einen Grund. „Bei aller Werbung ist es außerdem einfach schön, dass sich Leute spontan ansprechen und anrühren lassen.“

Siehe auch

Weblinks

  • Ehrenamt-Kampagne „Help the Oma“: