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Großeltern

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Der Einfluss von Oma und Opa auf die Enkel wächst.
Der Einfluss von Oma und Opa auf die Enkel wächst.
Großeltern beeinflussen Kinder heutzutage mehr als früher. 65 Prozent der 16- bis 29-Jährigen erklärten, dass Oma und Opa sie geprägt und sie etwas von ihnen gelernt haben.

Bei den Über-59-Jährigen teilten nur 46 Prozent diese Ansicht.

Das ergab das "Generationen-Barometer 2009", eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Allerdings lernten viele Ältere ihre Großeltern gar nicht kennen. In der Gruppe der 60-Jährigen und älter sind 21 Prozent Oma und Opa unbekannt, bei den 16- bis 21-Jährigen sind es nur fünf Prozent. Für die Studie im Auftrag des "Forums Familie Stark Machen" in Mainz wurden 2222 Menschen ab 16 Jahren befragt.


Inhaltsverzeichnis

Großeltern mütterlicherseits

Großeltern mütterlicherseits sehen ihre Enkel häufiger als die Eltern des Vaters. Das ergaben Studien des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) in München.

So haben knapp drei Viertel (74,5 Prozent) der Großmütter häufiger als einmal im Monat Kontakt zu den Kindern ihrer Töchter. Den Nachwuchs der Schwiegertöchter sahen oder hörten dagegen nur 42,7 Prozent der Omas mindestens einmal monatlich. Bei den Großvätern ist das ähnlich: 71,1 Prozent haben öfter als einmal im Monat Kontakt zu den Kindern ihrer Tochter, aber nur 38,5 Prozent zu den Söhnen und Töchtern der Schwiegertochter.

Unsicherheit über Vaterschaft

Ein möglicher Grund sei, dass sichere vor unsicheren Verwandten bevorzugt werden. Demnach würden Großeltern eher ihrem blutsverwandten Nachwuchs helfen, da bei den Kindern der Schwiegertochter immer eine gewisse Unsicherheit herrscht. Schließlich könne nicht garantiert werden, dass der eigene Sohn tatsächlich der Vater ist, so das DJI. Die unbewusste Präferenz für die mütterliche Abstammungslinie gelte unabhängig davon, ob Kinder bei verheirateten, unverheirateten oder in Patchwork-Familien leben.

Eltern können Haltung beeinflussen

Wie gut der Kontakt von Kindern zu ihren Großeltern ist, können die Eltern mitbeeinflussen. Bei Scheidungskindern müssten die Ex-Partner eine Abgrenzung voneinander überwinden, damit die Enkel beide Großelternpaare regelmäßig sehen, erläutert das Deutsche Jugendinstitut. Geschieht dies nicht, könne der Nachwuchs häufig nur von den Großeltern mütterlicherseits, nicht aber von den Eltern des Vaters profitieren.

Siehe auch

Weblinks

Homepage des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

Quelle

Main-Post