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Glück ist ansteckend

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Glückliche Nachbarn und Freunde machen Menschen glücklicher.
Glückliche Nachbarn und Freunde machen Menschen glücklicher.
Glück ist ansteckend und kann sich unter Freunden und Verwandten wellenartig weiterverbreiten. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie von US-Forschern, die im "British Medical Journal" erscheint. Durch diesen Effekt entstehen Ansammlungen von glücklichen oder unglücklichen Menschen in bestimmten geografischen Gebieten oder sozialen Gruppen.


Inhaltsverzeichnis

Glück abhängig vom Umfeld

Dies zeige, dass Menschen nicht nur selbst für ihre Zufriedenheit verantwortlich seien, erklärten die Forscher. Vielmehr sei das Glück und der gesundheitliche Zustand einer Person von deren Umfeld abhängig. Während die Launen der Arbeitskollegen offenbar keine Auswirkungen auf den eigenen Gefühlszustand haben, können Nachbarn und Freunde das Glück eines Menschen erheblich beeinflussen.

Zudem ist die geografische Nähe wichtig: So ist die Wahrscheinlichkeit für einen Menschen, glücklich zu sein, um 25 Prozent größer, wenn ein glücklicher Freund weniger als 1,6 Kilometer weit weg wohnt.


Glückliche Nachbarn wichtiger als Geschwister

Glückliche Nachbarn erhöhen die Wahrscheinlichkeit um 34 Prozent, in der Nähe lebende glückliche Geschwister um 14 Prozent, ein glücklicher Partner allerdings nur um acht Prozent. In einem Geleitwort zu der Studie erklären die Professoren Andrew Steptoe vom Londoner University College und Ana Diez Roux von der Universität Michigan, die Ergebnisse seien "bahnbrechend".

Wenn Glück tatsächlich über soziale Verbindungen weitergegeben wird, könnte das indirekt zur sozialen Weitergabe von Gesundheit beitragen. Das hätte erhebliche Auswirkungen auf die Krankenversicherung, erklärten die Wissenschaftler.

Infos zur Langzeitstudie

Autoren der Studie sind die Professoren Nicholas Christakis von der Harvard Medical School und James Fowler von der University of California in San Diego. Zwischen 1971 und 2003 untersuchten die Forscher das soziale Gefüge und den Gefühlszustand von mehr als 5000 Erwachsenen zwischen 21 und 70 Jahren.

Siehe auch

Quelle

Main-Post