Gelenkklasse
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Die Gelenkklasse ist eine bayerische Erfindung. Wie viel Flexibilität sie bieten kann, wird unter Experten wie Stammtischlern noch diskutiert. Genauso wie die Frage, ob Gelenkklassen überhaupt sinnvoll sind.
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Bisher entscheidet die Durchschnittsnote
Bisher ist die Situation für bayerische Viertklässler sehr starr: Der Notendurchschnitt im letzten Grundschuljahr entscheidet über den weiteren schulischen Werdegang. Wer im Schnitt in Deutsch, Mathematik und Heimat-/Sachunterricht eine 2,66 oder besser hat, darf auf die Realschule, wer mindestens eine 2,33 geschafft hat, sogar auf´s Gymnasium. Eltern und Kinder haben kein Mitsprache- oder Mitentscheidungsrecht. Als letzte Möglichkeit, doch noch eine höhere Schulart zu besuchen als die Schule empfiehlt, bleibt bisher nur, eine dreitätige Prüfung – offiziell: Probeunterricht - zu bestehen.
Der Übertritt soll flexibler sein
Das alles soll sich nun ändern: Klasse 5 soll an allen bayerischen Schulen eine Gelenkklasse werden. Das heißt, diese Klasse soll den flexiblen Übertritt auf eine andere Schulart ermöglichen – etwa von der Haupt- oder Realschule aufs Gymnasium. Aber auch umgekehrt. In einer solchen Gelenkklasse können Kinder auf Probe auch in der Schulform am Unterricht teilnehmen, für die sie laut Zeugnis und Schulempfehlung eigentlich nicht geeignet sind.
Um den Kindern und ihren Fähigkeiten auf Dauer besser gerecht werden zu können, sollen künftig in der vierten und fünften Klassenstufe alle Kinder besser gefördert und intensiver begleitet werden. Dafür sind Extrastunden vorgesehen. Außerdem sollen abgebende Grundschule und aufnehmende weiterführende Schule besser verzahnt, Eltern intensiver beraten und der für die weitere Schulkarriere ausschlaggebende Notenkorridor erweitert werden.


