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Ganztagsschule

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Ganztagsschule
Ganztagsschule
An einer Ganztagsschule gibt es, anders als das Eltern und Schüler befürchten mögen, nicht Unterricht den ganzen Tag. Ganztagsschule wollen mehr bieten: mehr Zeit, um zu fordern und zu fördern, um Angebote zu machen, um soziale Kompetenzen zu fördern.


Inhaltsverzeichnis

Offene Ganztagsschule

Ganztagsschulen gibt es in verschiedener Form. Die so genannte offene Ganztagsschule bietet nach Unterrichtsschluss über Mittag und am Nachmittag ein ergänzendes Betreuungsprogramm für alle Schüler, die - nach Anmeldung - daran teilnehmen wollen. Das Angebot ist aber nicht verpflichtend im Sinne der Schulpflicht.

Verpflichtende Ganztagsschule

Bei einer echten oder verpflichtenden Ganztagsschule besteht für alle Schüler Schulpflicht, auch bei der Mittagsbetreuung sowie den Nachmittagsangeboten. Dies macht es einfacher, den Schulalltag kind- und lerngerecht zu strukturieren.

Entwicklung von Ganztagsschulen

Die Angebote, die Ganztagsschulen vorhalten, sind zwischen 2005 und 2007 erweitert worden und werden auch vermehrt von den Schülerinnen und Schülern genutzt. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle der bundesweiten Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG), die am 8. September 2008 vorgestellt wurde. Die Studie wurde im Auftrag der Bundesministeriums für Bildung und Forschung und in Kooperation mit 14 Bundesländern durchgeführt.

Im Hinblick auf die pädagogische Gestaltung und die zeitliche Flexibilität des Ganztagsbetriebs zeigt die Studie, dass noch weiterer Entwicklungsbedarf besteht. Die Schulleitungen an Ganztagsschulen wünschen sich vor allem eine bessere personelle Ausstattung, während Eltern vorrangig einen erhöhten Bedarf nach verbesserter individueller Förderung ihrer Kinder sehen.

Mehrheit für Ganztagsschule

Die Mehrheit der Bevölkerung will künftig nur noch Ganztagsschulen haben. 53 Prozent erklärten, die Ganztagsschule solle die alleinige Schulform werden. Das ergab das im Februar 2009 veröffentlichte Bildungsbarometer des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität in Landau sowie des Nachhilfeanbieters Schülerhilfe.

47 Prozent der Befragten sprachen sich darüber hinaus für die integrative Form der Ganztagsschule aus. Sie sieht eine Vollzeitschule von 8.00 bis 16.00 Uhr für alle Schüler vor, wobei der Unterricht über den ganzen Tag verteilt wird, unterbrochen von Pausen und Entspannungsphasen.

Allerdings sahen die Befragten auch negative Aspekte der Ganztagsschule: 27 Prozent finden, dass zu wenig Zeit für außerschulische Aktivitäten bleibt. 24 Prozent bemängelten, dass die Kinder nach der Schule noch lernen müssen. Zu wenige außerschulische Kontakte (22 Prozent), eine Ermüdung durch einen zu langen Schultag (19 Prozent) und ein insgesamt zu niedriger Gewinn durch die Ganztagsschule (sieben Prozent) waren weitere Kritikpunkte. An der repräsentativen Untersuchung nahmen 1816 Personen teil.

Siehe auch

Quelle

Main-Post, dpa

Weblinks

Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Ganztagsschulen