Frauen ohne Kinder
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Frauen ohne Kinder: In Deutschland haben immer mehr Frauen keine Kinder.
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Ein Fünftel ist kinderlos
2008 wurden 21 Prozent der Frauen zwischen 40 und 44 Jahre als kinderlos gezählt. Unter den zehn Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1954 bis 1958) waren es nur 16 Prozent und unter den zwanzig Jahre älteren (Jahrgänge 1944 bis 1948) sogar nur 12 Prozent.
Insgesamt lebten 2008 in Deutschland rund 20,5 Millionen Mütter im Alter von 15 bis 75 Jahre. Davon hatten 6,4 Millionen Frauen ein Kind, 8,7 Millionen zwei Kinder und 4,5 Millionen drei oder mehr Kinder.
Zu diesem Ergebnis kommt die größte Haushaltsbefragung in Europa („Mikrozensus“), die das Statistische Bundesamt in Berlin vorgestellt hat. Hierzu hatten die Statistiker nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr alle 15- bis 75-jährigen Frauen auf freiwilliger Basis befragt.
Die Geburtenrate lag in Deutschland 2007 bei 1,37 Geburten pro Frau - alles andere als eine Topplatzierung. Spitzenreiter Frankreich glänzt hier mit 1,9 Geburten, Schweden und Norwegen mit 1,8 Entbindungen pro Frau.
=West-Ost-Gefälle
In den alten Bundesländern entscheiden sich Frauen mit hohem Bildungsgrad sehr viel häufiger gegen eigene Kinder als in den neuen Bundesländern. Während 28 Prozent der westdeutschen Frauen mit akademischem Grad im Alter von 40 bis 75 Jahren keine Kinder haben, sind es bei den ostdeutschen Akademikerinnen gerade einmal elf Prozent. Generell ist die Kinderlosigkeit im Osten niedriger als im Westen.
Stadt-Land-Unterschiede
Ein Zusammenhang ist zwischen Wohnort und Mutterschaft oder dem Zeitpunkt dafür erkennbar. Immerhin haben 62 Prozent der zwischen 1974 und 1983 geborenen Frauen aus Städten (noch) keine Kinder. In ländlichen Regionen sind es nur 47 Prozent. Spitzenreiter ist der Stadtstaat Hamburg, wo die meisten kinderlosen Frauen leben.



