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Flimmo

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Das Flimmo-Logo.
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Der Flimmo ist ein Programmleitfaden für Eltern und Erziehende. Er liefert Einzelbewertungen zu kinderrelevanten Fernsehsendungen und Beiträge zu medienpädagogischen Themen. Geprüft werden neben dem Kinderprogramm auch solche Sendungen, die sich zwar an Erwachsene richten, aber bei drei- bis 13-jährigen Kindern ebenfalls beliebt sind.


Inhaltsverzeichnis

Das Konzept

Bewertet wird, wie Kinder mit bestimmten Fernsehinhalten umgehen und welche Verarbeitungsprozesse je nach Alter zu erwarten sind. Der Flimmo liefert aber keine TV-Kritik, sondern betrachtet die Programme aus der Perspektive der Kinder und will Eltern eine Orientierungshilfe bieten.

Aus diesem Grund werden keine Patentrezepte geboten, sondern Kenntnisse über den kindlichen Fernsehumgang vermittelt. Außerdem wird darauf hingewiesen, welche Problemfelder es in Bezug auf das Fernsehen gibt. Dies geschieht durch die Einordnung des Programms in drei Rubriken:

Kinder finden’s prima

Diese Rubrik enthält, was in den Augen von Kindern „gutes Fernsehen" ist und wogegen es aus pädagogischer Sicht keine ernsthaften Einwände gibt. Die Kindersicht kommt in der Beschreibung des Sendungsinhalts zum Tragen. Sie konzentriert sich nämlich auf die Elemente, die für Kinder besonders interessant sind, z.B. turbulente Verwicklungen, tapfere Helden, humorvolles Familienleben. Die pädagogische Orientierung wird in den Besprechungstext integriert: Der Altersverlaufs zeigt, welches Alter sich von der Sendung besonders angesprochen fühlen kann. Kenntlich gemacht wird dies durch eine farbliche Abstufung für die 3 Altersgruppen (3-5, 6-10 und 11-13 Jahre). Darüber hinaus verweist ein eigens hervorgehobener Zusatz auf eine eventuelle Überforderung für jüngere Kinder. Zuordnungskriterien für diese Rubrik sind unter anderem :

  • inhaltliche Elemente, die das jeweilige Unterhaltungsbedürfnis bedienen, ihre Sinne und Emotionen angemessen anregen,
  • Figuren, an denen sie sich jeweils orientieren können, die Identifikationsangebote machen und Anregung für tragfähige Handlungsmuster bieten,
  • Geschichten, Handlungsstrukturen und so weiter, die den jeweiligen Verstehensfähigkeiten und Sichtweisen entgegenkommen,
  • Informationen, die die Erweiterung ihres Blickwinkels auf ihre nahe und weitere Umwelt ermöglichen,
  • verständliche und anschauliche Aufbereitung von Wissen und Informationen.

Mit Ecken und Kanten

Sendungen dieser Rubrik werden zwar von Kindern ebenfalls als reizvoll betrachtet, enthalten aber auch Elemente, die ihnen aus pädagogischer Warte auf Dauer nicht zuträglich sind. Auch hier werden im Besprechungstext die für Kinder attraktiven Elemente herausgestellt, seien es Beziehungsaspekte, besondere Attribute von Helden, deren Kampfgeschick oder technische Ausstattung, die action- und temporeiche Handlung usw. Die Pädagogische Orientierung wird explizit deutlich gemacht durch einen pädagogischen Hinweis, der kenntlich macht, welche Aspekte der Sendung Ecken und Kanten bergen. Zuordnungskriterien sind unter anderem:

  • problematischer Umgang mit Gewalt als legitime und Erfolg versprechende Art der Konfliktlösung,
  • einseitiger und diskriminierender Umgang mit Geschlechterrollen
  • das Zur-Schau-Stellen von Personen in ihrer Privatsphäre oder in Extremsituationen
  • Darstellungsweisen, die gezielt Realität und Fiktion vermischen

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können. Wenn Kinder solche Sendungen aus eigenem Antrieb oder als „Mitseher“ anschauen, brauchen sie Zuwendung oder Erklärung, um das Gesehene zu verarbeiten.

In Gegensatz zu den anderen beiden Rubriken wird hier nicht die Sichtweise der Kinder eingenommen, sondern beschrieben, welche Elemente für sie problematisch sind, etwa drastische Gewaltdarstellungen, unheimliches Geschehen und so weiter. Die Zuordnung zu dieser Rubrik sagt nichts über die Qualität der jeweiligen Sendung aus. Zuordnungskriterien sind unter anderem:

  • drastische und reißerische Darstellung von Gewalt und deren Folgen,
  • Darstellung von Gewalt, die sich in für Kinder realitätsnahen Kontexten abspielt,
  • Welt- und Menschenbilder, die stark verzerrend oder diskriminierend sind,
  • Proklamierung einer gewalttätigen und gefahrvollen Welt.

Flimmo online

Die Online-Version des Flimmo bietet unter www.flimmo.tv 14-tägig Einschätzungen zum aktuellen Fernsehprogramm für die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr. Außerdem sind hier medienpädagogische Informationen zu finden sowie zusätzliches Material wie Textarchive, Berichte der Kinderbefragungen oder ein Filmlexikon.

Die Flimmo-Broschüre

Der gedruckte Flimmo erscheint alle vier Monate und liegt kostenfrei an vielen Kontaktstellen wie Schulen, Kinderarztpraxen oder Bibliotheken aus. Einzelabonnements an Privatpersonen sind kostenpflichtig.

Bezugsadresse: Verein Programmberatung für Eltern e.V., Postfach 801344, 81613 München, vertrieb@flimmo.tv.

Siehe auch

Weblinks

Offizielle Seite von Flimmo

Quellen

Verein Programmberatung für Eltern e.V., Bayerische Landeszentrale für Neue Medien, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, Redaktion FLIMMO, www.flimmo.tv