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Familiengründung

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Arbeitslosigkeit wirkt direkt auf die Bereitschaft zur Familiengründung ein. Die ökonomischen Unsicherheiten, die mit Phasen der Erwerbslosigkeit verbunden sind, verschieben die Geburt des ersten Kindes, lautet das Ergebnis einer Studie, die n Michael Gebel von der Uni Mannheim und Johannes Giesecke vom Wissenschaftszentrum Berlin erläutern.

Schaffen es junge Menschen dagegen, sich einen unbefristeten Job zu sichern, komme es hinterher oft zu Schwangerschaften. Auch befristete Beschäftigungsverhältnisse führen in den allermeisten Fällen nicht zu einer Verschiebung des Kindeswunsches.

Woebi die Forscher große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland feststellten. Im Westen spiele die Berufstätigkeit des Mannes eine zentrale Rolle. Wird er arbeitslos, sinke die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Hat die Frau keinen Job, wirke sich das nicht negativ auf die Familiengründung aus, berichten die Wissenschaftler in der "Zeitschrift für Soziologie". Das Modell, der Mann als Familienernährers sei hier ganz offensichtlich noch von großer Bedeutung.

In Ostdeutschland hingegen ist es ganz anders. Ein unsicherer Job des Mannes hat hier wenig bis keine Auswirkungen auf die Familiengründung, wohl aber die Situation der Frau. Hat sie eine stabile Position auf dem Arbeitsmarkt, wirke sich das positiv auf Kinderkriegen aus.

Für die Studie wurden Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) von 1995 bis 2007 analysiert. Einbezogen wurden 5721 Frauen im Alter zwischen 17 und 45 Jahren.

Siehe auch

Quelle

dpa