Familie
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Familie ist da, wo Kinder sind. So lautet die heute meist akzeptierte Definition von Familie. Neben dem klassischen Modell Vater, Mutter, Kind (Vater und Mutter verheiratet) gibt es heute eine Vielzahl weiterer Formen von Familie, die ebenfalls funktionieren, etwa Patchwork-Familien, Alleinerziehende oder nichteheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern.
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Familie – ein Auslaufmodell?
Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Konstellation des verheirateten Ehepaares mit Kind altmodisch wäre. Die Statistik belegt anderes.
Unter allen Formen familiären Zusammenlebens dominiert immer noch das klassische Modell: 2005 waren 73 Prozent aller Familien Ehepaare mit Kindern, 21 Prozent Alleinerziehende und 6 Prozent Lebensgemeinschaften. 1999 waren es allerdings noch 79 Prozent Ehepaare, 17 Prozent Alleinerziehende und 4 Prozent Lebensgemeinschaften (Ergebnisse des Mikrozensus, Statistisches Bundesamt 2006).
Auch Familie an sich ist kein Auslaufmodell. Die meisten Menschen wollen später einmal Kinder, wie auch die Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2002 zeigen. 62 Prozent der für diese Studie befragten männlichen und 74 Prozent der weiblichen Jugendlichen gaben an, dass sie einmal Kinder möchten. 32 beziehungsweise 20 Prozent waren unentschieden. Nur 5 beziehungsweise 6 Prozent wollen keine Kinder.
Rückkehr zur Normalität
Sicher ist, dass sich von 1950 bis heute Familie gravierend verändert hat:
- Es gibt weniger Familien mit mehr als zwei Kindern.
- Es gibt mehr Partnerschaften ohne Kinder.
- Weniger Paare heiraten hat sich verringert.
- Das Scheidungsrisiko ist gestiegen.
- Die Geburtenrate ist zurückgegangen, hält sich aber seit Anfang der 1970er Jahre auf einem relativ stabilen Niveau.
- Das Alter bei der Geburt des ersten Kindes ist gestiegen.
- Die Vielfalt an familiären Lebensformen hat zugenommen.
Gerade der letztgenannte Aspekt – die Zunahme familiärer Lebensformen – kann aber auch als „Rückkehr zur historischen Normalität“ angesehen werden, wie es der Diplom-Pädagoge Stephan Stengel von der Universität Mainz in einem Vortrag beschrieben hat.
Für die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) jedenfalls „ist und bleibt Familie das Grundmodell für gelebten Gemeinsinn und der Hauptgarant für die Zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens“.
Siehe auch
- Ravensburger Elternsurvey 2010
- Sex nach Termin
- Hotel Mama
- Eltern werden
- Geschlechterforschung
- Traumpartner
- Paare ohne Trauschein
- Patchwork-Familie
- Verband berufstätiger Mütter
- Rollenbild
- Babypause
- Familiengründung
- Beziehung
- Fotowettbewerb Mütter 2010



