Burg Raueneck
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Es war vor langer Zeit. Ein Ritter lebte auf der Burg Raueneck, der aber im Volk nicht sonderlich beliebt war. Denn er galt als hartherzig. Eine Nixe wollte dies nicht glauben. Um die Vorurteile der Menschen zu widerlegen, klopfte sie als Bettlerin verkleidet an dessen Tür und bat um Hilfe. Doch sie wurde abgewiesen. Wütend darüber verwünschte sie den Ritter und die Burg, woraufhin diese mit all ihren Schätzen zusammenbrach.
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Ein Ort für Schatzsucher
Dies ist natürlich eine Sage, die Gerüchte aber, dass in der Burg Schätze vergraben sind, hielten sich trotzdem hartnäckig und führten mit zum weiteren Verfall der Burg Raueneck auf dem Haubeberg zwischen den Eberner Stadtteilen Vorbach und Neuses (Lkr. Haßberge). An vielen Stellen sei von Schatzsuchern gegraben worden, berichtet der ehemalige stellvertretende Landrat und Kreisheimatpfleger Günter Lipp und zeigt als Beispiel auf den Palas (Hauptgebäude). Die Grabungen an der Außenmauer hätten wiederum zum Einsturz der gesamten Wand geführt. So ging es an vielen Stellen der einst prächtigen Burganlage, die ihren Ursprung im 13. Jahrhundert hat.
Die Bauernkriege und den 30-jährigen Krieg hat die Burg relativ unbeschadet überstanden, erst ab dem 18. Jahrhundert verfiel die Burg zusehends. Erhalten sind Teile der eindrucksvollen Anlage mit zwei Rundtürmen und einem Schießerker, die Ruinen des Palas, der spätgotischen Burgkapelle sowie zwei Kellergewölbe.
Sanierung begonnen
Vor zwei Jahren hat der Landkreis die Sanierung der Burganlage in Auftrag gegeben. „Auftraggeber der Notsicherung ist der Landkreis Haßberge, obwohl Hermann Freiherr von Rotenhan (Schloss Eyrichshof) der Eigentümer der Burgruine ist. Mit ihm hat der Landkreis einen Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Nach 45 Jahren gehen die Rechte an der Ruine an die Familie von Rotenhan zurück.
Auch wenn es sich bei der Burg Raueneck nur um eine Ruine handelt, so schmälert dies nach den Worten von Kreisheimatpfleger Lipp nicht ihre Bedeutung. Viele Jahrhunderte war sie Amtsburg der Würzburger Bischöfe und damit das Machtzentrum im Oberen Haßgau. Mit ihrer mächtigen Burgmauer und dem Burggraben stand sie trutzig, uneinnehmbar und von weitem sichtbar auf dem Haubeberg.
Heutzutage ist der Haubeberg total bewaldet. Vom Tal ist die Burg nicht zu sehen und der Zugang zur ihr sehr beschwerlich. Er führt teils über steilen Pfaden durch den Wald. Sicher ist die Abgelegenheit der Ruine auch der Grund, dass sich dort in der Vergangenheit manch merkwürdige Gestalten getroffen haben.
Siehe auch
Region Würzburg:
- Festung Marienberg
- Würzburger Residenz
- Reichelsburg
- Schloss Grumbach
- Schloss Reichenberg
- Schloss Veitshöchheim
- Schlössle Ochsenfurt
- Wasserschloss Erlach
Region Main-Spessart:
Region Main-Tauber:
Region Bad Kissingen:
Region Haßberge:
Region Schweinfurt:
Region Kitzingen:
- Schloss Castell und Schloss Rüdenhausen
- Schloss Hallburg
- Schloss Schwanberg
- Schloss Wässerndorf
- Schloss Weißenstein
- Vogelsburg
Region Aschaffenburg:



