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Beratungsstelle "Junge Eltern und Beruf"

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Bernadette Dick und Lydia Murillo Sanchez sind die Ansprechpartnerinnen bei JEB.
Bernadette Dick und Lydia Murillo Sanchez sind die Ansprechpartnerinnen bei JEB.
Die Beratungsstelle "Junge Eltern und Beruf" in Würzburg unterstützt junge Eltern bei der beruflichen Orientierung, bei der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung oder Lehrstelle, bei Problemen mit dem Arbeitgeber oder wenn der Alltag sie überfordert.

Etwa 14 Prozent der Frauen in Deutschland werden während ihrer Ausbildung Mutter. Für fast die Hälfte davon bedeutet dieser Umstand das Aus für die Berufsausbildung. Um dem entgegenzuwirken wurde in Würzburg 2009 die Beratungsstelle „Junge Eltern und Beruf“ (JEB) gegründet, die Eltern bei der Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie unterstützen soll.

Finanziert wird das Projekt, das auf zwei Jahre angelegt ist, von der Agentur für Arbeit und dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg. Betrachtet man die besondere Lebenssituation junger Mütter, so stehen häufig die Belastungen im Vordergrund, erläutert Daniela Wohlfahrt, Leiterin der Mutter-Kind-Wohnungen beim Sozialdienst katholischer Frauen. JEB möchte der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken und das Modell Familie stärken, das betont auch Hedwig Jürgens, Vorstand beim Sozialdienst katholischer Frauen, dem Träger von JEB.

Zwei Sozialpädagoginnen werden sich in einem Büro in der Michelstraße 2 in Würzburg um die Belange der Klientinnen kümmern: Sie beraten bei der Berufswahl, bei Ämtergängen, bei der Beantragung finanzieller Leistungen und bei der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung. Hierfür wollen Lydia Murillo Sanchez und Bernadette Dick ein Netzwerk nützen, das aus Bildungsträgern, der Agentur für Arbeit und den Beratungsstellen besteht.

Viele Jugendliche wissen zum Beispiel nicht, dass eine Lehre in Teilzeit fortgesetzt werden kann, sagt Josef Wilhelm, Leiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit. Das sei zum Beispiel in kaufmännischen Berufen und im Handel möglich.

Mit JEB soll schwangeren Frauen die Entscheidung für ihr Kind erleichtert werden. Dieser Aspekt stand für Domkapitular Hans Herderich, bei der Entscheidung, dieses Projekt mitzufinanzieren, im Vordergrund.

Weiterer Kooperationspartner ist die Don Bosco Berufsschule. Schulleiter Harald Ebert kennt die oft krisenhaften Situationen, wenn Schülerinnen während der Berufsausbildung schwanger werden. "Viele junge Frauen geben den Gedanken, eine Ausbildung zu absolvieren, dann ganz auf", erläuterte Ebert. Mit Hilfe des Netzwerks könnte diesen Frauen der Spagat zwischen Kind und Ausbildung gelingen.

Kontakt:

  • Bernadette Dick und Lydia Murillo Sanchez, Michelstraße 2
  • Tel. (09 31) 46079510
  • E-Mail: JEB@skf-wue.de oder www.skf.de

Siehe auch

Quelle

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