Armut
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Armut: Als arm gilt nach allgemeinem Verständnis, wer sich nicht aus eigener Kraft ausreichend mit Lebensmitteln, Wohnraum, Kleidung und anderen lebensnotwendigen Dingen versorgen kann.
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Die EU-Definition
Nach einer EU-Definition aus dem Jahr 2001 ist derjenige arm, der in einem Haushalt lebt, dessen "bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen" bei weniger als 60 Prozent des Medians liegt. In Deutschland liegt die Armutsrisikogrenze aktuell bei 938 Euro pro Monat.
Das Medianeinkommen ist das Einkommen desjenigen, der genau in der Mitte stünde, wenn sich alle Personen der Bevölkerung eines Landes nach ihrem Einkommen sortiert in einer Reihe aufstellen würden. Neben der absoluten Höhe des Einkommens kommt es darauf an, wie viele Menschen davon leben müssen. Deshalb werden oft sogenannte Äquivalenzeinkommen verglichen, in deren Berechnung die Haushaltsgröße und -zusammensetzung einfließen.
Existenzminimum
Armut ist mit dem Begriff Existenzminimum eng verzahnt. Es wird anhand der Ausgaben des ärmsten Fünftels der nach ihren Nettoeinkommen geordneten Einpersonenhaushalte berechnet. Für eine alleinstehende Person ergibt sich derzeit ein Existenzminimum von 347 Euro im Monat zuzüglich Wohn- und Heizkosten. Dies entspricht dem aktuellen Regelsatz für einen Hartz-IV-Empfänger.
Der Armutsbericht der Bundesregierung
Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung liegt Armut im Sinne von sozialer Ausgrenzung dann vor, "wenn Handlungsspielräume von Personen in gravierender Weise eingeschränkt und gleichberechtigte Teilhabechancen an Aktivitäten und Lebensbedingungen der Gesellschaft ausgeschlossen sind". Da es hierfür keine Messzahlen gibt, orientiert sich die Armutsforschung an der Höhe des Einkommens.



