login


Allensbach-Familienmonitor

Aus wiki.familieninsel.de

Wechseln zu: Navigation, Suche
Familie wird in Krisenzeiten immer wichtiger.
Familie wird in Krisenzeiten immer wichtiger.
Der Allensbach-Familienmonitor ist eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums; durchgeführt wird diese Umfrage zum Familienleben und zur Familienpolitik vom Institut für Demoskopie Allensbach seit 2008 einmal im Jahr. Bundesweit werden jeweils 1800 Personen befragt.


Inhaltsverzeichnis

Der Familienmonitor 2009

Um Einstellungen und Lebensbedingungen von Familien in Deutschland unter dem Eindruck der Krise ging es bei der diesjährigen Befragung. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland merkt von der schweren Wirtschaftskrise unmittelbar noch nichts. Für die meisten Menschen ist die Familie aber mehr und mehr das zweite soziale Netz neben den staatlichen Leistungen.

  • Auswirkungen der Krise

37 Prozent der Beschäftigten gaben bei der Umfrage an, dass sie von der Krise betroffen sind. 49 spüren keine Auswirkungen. Männer sind stärker betroffen als Frauen, weil sie öfter in krisenanfälligen Berufen wie Maschinenbau und Autoindustrie arbeiten. Die direkte Krisen-Betroffenheit ist seit April sogar leicht rückläufig. Das Bild könne sich aber rasch ändern, sollten die Betriebe nach der Kurzarbeit-Zeit verstärkt zu Entlassungen greifen.

  • Bedeutung von Familie

Vor dem Hintergrund der Krise wächst die Bedeutung der Familien und damit auch der Familienpolitik. 60 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass sie bei lange andauernder Krise auf die finanzielle Unterstützung der Familie setzen können. Ganz oben auf der Forderungsskala an die Familienpolitiker steht eine stärkere Förderung von Familien mit Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen, von Alleinerziehenden und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

  • Elterngeld

Das auf Initiative der Bundesfamilienministerin von der Leyen (CDU) in dieser Legislaturperiode eingeführte Elterngeld ist inzwischen gesellschaftlich voll akzeptiert. 77 Prozent der Befragten finden es gut. 61 Prozent klagen aber weiter über Zeitmangel für die Familie. Hier muss nach Ansicht von der Leyens auch die Familienpolitik in der nächsten Legislaturperiode ansetzen. Zentral ist für sie das Angebot eines Teilelterngeldes, um den Bezug dieser Lohnersatzleistung bei der Geburt eines Kindes flexibler einsetzen zu können.

  • Kinderzuschlag

Auch der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen muss laut von der Leyen ausgebaut werden. Mit der bereits erfolgten Erweiterung dieser staatlichen Familienleistung seien 250 000 Kinder aus der Armut geholt worden. Der «Familienmonitor» zu den Lebensbedingungen der Familien in Deutschland wird jedes Jahr erstellt. Erstmals gab es die Untersuchung 2008.

Der Familienmonitor 2008

Im Mittelpunkt des ersten Familienimonitors stand das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Frage "Lassen sich in Deutschland alles in allem Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren, oder ist das schlechter gelöst als in anderen Ländern?" beantworteten berufstätige Mütter folgendermaßen:

  • 18%: Familie und Beruf lassen sich gut vereinbaren:
  • 18%: Unentschieden
  • 64%: schlechter gelöst als in anderen Ländern

Weitere Fragern waren:

  • Was erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am meisten?
  • Tun die meisten Unternehmen in Deutschland genug dafür, ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, oder müsste in den meisten Unternehmen mehr dafür getan werden?
  • Frage an nicht berufstätige Mütter von Kindern unter 18 Jahre: Wären Sie gerne

berufstätig, oder sind Sie zufrieden, so wie die Situation jetzt ist?

  • Beteiligen sich Väter heute ganz allgemein mehr an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder als vor 5 bis 10 Jahren, oder weniger, oder hat sich da nicht viel geändert?
  • Wie finden Sie es, dass sich Väter mehr an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder beteiligen. Würden Sie sagen sehr gut, gut, weniger gut, gar nicht gut?
  • Frage an Männer und Väter: Welcher Bereich ist Ihnen sehr wichtig (Familie, Freunde, Arbeit, Freizeit, sich etwas leisten können
  • Welche Personengruppen sollte der Staat vor allem unterstützen?
  • Welche Leistungen helfen Familien mit Kindern am ehesten?
  • Mit dem Elterngeld will der Staat Eltern unterstützen, die nach der Geburt eines Kindes zur Betreuung des Kindes weniger arbeiten oder ihre Berufstätigkeit ganz unterbrechen. Halten Sie das alles in allem für eine gute oder keine gute Regelung?

Siehe auch

Weblinks

Die ganze Befragung mit Ergebnissen zum Nachlesen und Anschauen

Quelle

Main-Post, Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend